Königsschießen in Rheinbreitbach
Petra Heck ist neue Bürgerkönigin
In einem packenden Zweikampf bseigte die „Ushaalerin“ am, Samstagabend ihren Konkurrenten, Heinz-Josef Profitlich
Rheinbreitbach. Die Frauen vom Breitbach dominierten ganz eindeutig das diesjährige Preis- und Königsschießen, zu dem der Sankt Josephs-Bürgerverein des Ortes am Samstagnachmittag auf den Renesse-Platz an das Bodendenkmal „Untere Burg“ eingeladen hatte. Nicht nur dass Heidi Urban, die Bürgerkönigin von 2006, von Rheinbreitbach, die Damenmannschaft des Heimatvereins mit dem 4. Schuss zum Sieg des Vereinsschießens geführt hatte. Auch in diesem Jahr wird der Traditionsverein wieder von einer Frau repräsentiert. Nachfolgerin von Elke Scheika als Bürgerkönigin ist Petra Heck, die in einem abschließenden Zweikampf mit Heinz-Josef Profitlich ließ sie um 20.43 Uhr die zahlreichen Rheinbreitbacher jubeln. Mit dem insgesamt 94. Schuss hatte sie den Rumpf des Königsvogels zu Fall gebracht.
Mit dem Schießen der Verein hatte der Vorsitzende Frank Scheika die Veranstaltung Stunden zuvor eröffnet. Das war für die treffsicheren Mitglieder des Heimatvereins früh beendet, landete doch auch die Herrenmannschaft auf dem Treppchen, nachdem, sie nur einen Schuss später als die „Alten Herren“ des SV Rot-Weiß mit dem 10. Schuss ihren Vogel abgeschossen hatten. Einmal mehr anlegen mussten die Burggardisten, die den undankbaren 4. Platz ergatterten, während sich der Kegelclub, die KG-Damen und die CDU-Herrenmannschaft mit jeweils 12 Schüssen Platz fünf teilten. Besser löschen als treffen kann die Rheinbreitbacher Feuerwehr, deren Mannschaft mit 16 Schüssen auf ihr Vögelchen die zweite Tabellenhälfte anführt. Platz neun teilen sich mit jeweils 18 Schüssen die Obst- und Gartenbauer mir den CDU-Damen. Abgeschlagen auf Platz elf landeten die Herren der „Ushaaler“ mit 21 Schüssen, einen weniger als die „Oldies“, die ehemaligen Burggardisten, die den vorletzten Platz damit dem SVR-Vorstand überließen, während der Pfarrgemeinderat seine pazifistischen Schützen nach 30 Schüssen aufforderte, den Vogel nicht länger zu quälen und die vergeblichen Bemühungen einzustellen.
Unter Aufsicht von Karlfried Prinz und mit Stefan Elster als Ladeschützen begann dann lange nach 18 Uhr das Königsschießen, bei dem Andreas Nagel mit dem 25. Schuss den linken Flügel zu Fall brachte. Nur 12 Schüsse später gelang dies Andreas Kroheck mit dem rechten Pendant, bevor Stefan Elster den Vogel mit dem 48. Schuss köpfte und Karlfried Prinz mit dem 62. Schuss den Schweif „erlegte“. Mit Rudi Haack, Dieter Flother, Barbara Steffens, Heinz-Josef Profitlich, Andreas Nagel, Heike und Peter Riznar, Petra Heck, Thomas Sass, Jürgen Fuchs und Karl-Peter Becker stiegen dann gleich elf Schützen in das eigentliche Königsschießen ein, bevor fünf von ihnen schon nach dem zweiten Durchgang der Mut verließ, nachdem Andreas Nagel und Karl Peter Becker schon auf den zweiten Schuss verzichtet hatten. Tierisches Vergnügen schien der Wettbewerb vor allem den Burgbläsern zu machen, holten die beliebten Musiker doch neben der „Biene Maja“ doch auch „Speedy Gonzales“, die schnellste Maus Mexikos auf den Renesse-Platz. Nach dem dritten Durchgang erwiesen sich dann ab 20.35 Uhr nur noch Petra Heck und Heinz-Josef Profitlich als wahre Königskandidaten. Ein Raunen ging durch die Menge auf dem Platz, als Heinz-Josef Profitlich den Rumpf um 20.42 Uhr mit dem 93. Schuss in gefährliche Schieflage gebracht hatte, eine Vorlage, die Petra Heck prompt nutzte.
Am Samstagabend legte ihr Frank Scheika zunächst nur die Königsschärpe um, erfolgt die Krönung doch erst mit der Kettenübergabe am Kirmes-Samstag, 22. Juli, gegen 18 Uhr an der Oberen Burg. Mit dabei sind dann nicht nur die Ehrenpaar von Petra und Klaus-Peter Heck, inthronisiert werden auch die Junggesellen-Majestäten. Deren König war mit Sebastian Unger, der parallel zum Bürgerschießen versteckt im Breitbacher Forst ermittelt worden und der mit Vanessa Becker als Königin um 18.30 Uhr die Bürger-Majestäten beim Königsball im Festzelt unterstützten wird. Zu einem Probe-Königswalzer hatte Klaus Peter Heck seine Königin aber schon am Samstagabend auf dem Renesse-Platz aufgefordert. DL
