Pater-Wald-Grundschule
Petra Moos verabschiedet sich
Kaltenengers. Schon früh war für Petra Moos klar, dass sie Lehrerin werden wollte. Hartnäckig verfolgte sie ihr Ziel und kann nun, bei der Verabschiedung, auf insgesamt 37 Jahre als Lehrerin zurückblicken.
Nach Kaltenengers kam sie 1997 - und blieb, weil sie schnell erkannte, dass sie an dieser Schule ihre pädagogischen Vorstellungen vorantreiben konnte. Von den 21 Jahren lenkte sie überwiegend als Schulleiterin die Geschicke der Schule. Ein Meilenstein war dabei, der bis dahin namenlosen Schule einen Namen zu geben. So wurde die Grundschule Kaltenengers am 25. Juni 2005 in einem großen Schulfest auf den Namen Pater-Wald-Schule benannt, weil es der Schulleiterin wichtig war, ein Vorbild aus dem Ort Pate stehen zu lassen, der in Bescheidenheit Großes geleistet hat. Pater Wald, ein Kallengier Jung´, hat in Indien junge Männer als Priester ausgebildet und das Neue Testament in „Hindi“, einer der offiziellen Sprachen Indiens übersetzt.
Neben der Identifikation mit diesem Vorbild war das Individuelle Lernen einer ihrer Schwerpunkte, den sie - neben der Rechtschreibung - auch im Qualitätsprogramm der Schule festschrieb.
Nun geht die engagierte Rektorin in die Freistellungsphase der Altersteilzeit.
„Mein Herz sagt: Nein! Mein Verstand sagt: Ja!“, sagt die 61-jährige. „Die Arbeit wird mir fehlen, doch ich freue mich auch darauf, andere Schwerpunkte zu setzen.“ „Die Schullandschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Die Herausforderungen für die Lehrerinnen und Lehrer sind größer geworden. Um uns herum hat sich das soziale Gefüge geändert, wir müssen uns heute einer bunten Vielfalt stellen; es geht schon lange nicht mehr ausschließlich um Unterricht, sondern auch um Beratung und Unterstützung der Familien im Alltag. Um auf dem neuesten pädagogischen Stand zu bleiben, haben wir uns ständig fort- und weitergebildet, auch wenn das bei unserem kleinen Team manchmal schwierig zu organisieren war.“ Petra Moos hat ihren Beruf immer mit Herzblut ausgeübt. Deshalb fällt ihr der Abschied von der Schule besonders schwer. „Da kommen einem viele Glücksmomente in den Sinn, originelle Aussagen von den Kindern, ein selbst gemaltes Bild mit einem Kommentar dazu, ein Händedruck der Eltern, kleine Aufmerksamkeiten der Kolleginnen, schöne Feste und Feiern. Doch es ist ein gutes Gefühl, ruhigen Gewissens gehen zu können, denn meine engagierten Kolleginnen werden die Schule auf ihre Art ein Stück weiterbringen.“
Da bleibt nur noch, der Frühpensionärin alles Gute und beste Gesundheit zu wünschen, damit sie ihre neu gewonnene Freizeit genießen kann.
