Allgemeine Berichte | 02.06.2016

Tagung der Frauenvertreterinnen aus den VdK-Ortsverbänden

Pflege und Wohnen im Alter standen im Mittelpunkt der Kreisfrauenkonferenz

Die Organisatorinnen der Kreisfrauenkonferenz Rosemarie Waldorf (Kreisfrauenvertreterin, 2.v.li.), Gisela Stahl (li.) und Christa Hümmerich (2.v.re.) mit den Referentinnen Christa Reutelsterz (3.v.li.), Ute Starrmann (4.v.li.), Hildegard Luttenberger (3.v.re.) und Angela Kurtscheid (re.).privat

Neuwied. Vor zwei Jahren fand erstmals nach längerer Abstinenz wieder eine Kreisfrauenkonferenz statt, die auf Beschluss des Kreisvorstandes nunmehr im zweijährigen Turnus angeboten wird. Die Frauenvertreterin des VdK-Kreisverbandes Neuwied, Rosemarie Waldorf, konnte hierzu im Josef-Ecker-Stift Neuwied viele weibliche Vorstandsmitglieder aus den Ortsverbänden willkommen heißen. Ihr besonderer Willkommensgruß galt dem Kreisvorsitzenden Hans Werner Kaiser und seiner Stellvertreterin Gisela Stahl. In ihrer Einleitung ging sie auf die Landesfrauenkonferenz 2015 in Bad Dürkheim ein. Dort verabschiedeten die Frauenvertreterinnen eine Resolution, in der sie sich unter anderem für die Förderung von selbstständigem und selbstbestimmtem Wohnen auch im Alter aussprachen.

Die stellvertretende Kreisvorsitzende Gisela Stahl, seit dem Landesverbandstag 2015 Mitglied im Sozialpolitischen Ausschuss des Landesverbandes, gab in ihrem Grußwort einen kurzen Einblick in die Arbeit dieses Gremiums, bei dem die Themen „Mobilität“, „Ärztliche Versorgung im ländlichen Bereich“ und „Situation der schwerbehinderten Menschen in Rheinland-Pfalz“ im Focus stehen.

In seinem Grußwort wies Kreisvorsitzender Kaiser auf die Bedeutung der Frauenarbeit im Sozialverband VdK hin und kommentierte die hervorragende Jahresbilanz der Kreisgeschäftsstelle im Jahr 2015. Immerhin konnten für die Mitglieder finanzielle Hilfen in Höhe von 745.000 Euro erreicht werden.

Gutes und selbstbestimmtes Leben im Alter als Ziel

Als erste Referentin beleuchtete Ute Starrmann, Gleichstellungsbeauftragte der VG Puderbach und Frauenvertreterin des VdK-Ortsverbandes Raubach, in ihren Ausführungen die kommunale Pflegestruktur, die es Menschen ermöglichen soll, ein gutes selbstbestimmtes Leben im Alter zu führen. Die Weiterentwicklung der Pflegestützpunkte ist das Modellprojekt „Gemeindeschwester plus“. Im Landkreis Neuwied sind 21,6 Prozent der Bevölkerung über 65 Jahre alt; allein 15,6 Prozent befinden sich in der Altersgruppe der 65 - 80-jährigen.

Angela Kurtscheid vom Pflegestützpunkt I Neuwied ging in ihrem Referat zunächst auf die Entstehung der Pflegestützpunkte in Rheinland-Pfalz ein, die mit der gesetzlich vorgeschriebenen Pflegeberatung 2009 eingeführt wurden.

Die Pflegestützpunkte informieren und beraten über pflegerische Angebote in der Region, vermitteln Alltagshilfen, zum Beispiel Haushalts- oder Einkaufshilfen, oder geben Tipps über aktuelle Versorgungsangebote wie zum Beispiel Mahlzeiten- oder Fahrdienste. Die Mitarbeiter der Pflegestützpunkte helfen, damit pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in ihrer eigenen Wohnung gut versorgt leben können.

Was sind die Aufgaben einer Gemeindeschwester plus?

Antworten darauf gab Christa Reutelsterz, als Fachkraft im Bereich Neuwied tätig. Die Gemeindeschwester plus informiert über Hilfen, damit den hochbetagten Menschen, die noch nicht pflegebedürftig sind, der Alltag erleichtert wird. Sie kümmert sich um deren Anliegen, damit sie möglichst lange gut in ihrer Wohnung leben können. Allerdings führt sie selbst keine pflegerischen Tätigkeiten aus. Sie stellt Kontakte her, unter anderem mit dem örtlichen Pflegestützpunkt, kennt Freizeitangebote oder Nachbarschaftshilfen. Die Beratung durch die Fachkräfte im Modellprojekt Gemeindeschwester plus ist kostenfrei und erfolgt auf Wunsch auch zu Hause.

Über neue Wohnformen im Alter sprach Hildegad Luttenberger, Vorsitzende des Vereins „Gemeinschaftlich Wohnen Neuwied eV“. Dafür soll in Neuwied ein nachhaltiges Wohnprojekt für gemeinschaftliches Wohnen in Mietwohnungen entstehen. Ein soziales Miteinander in guter Nachbarschaft soll gegen Isolierung und Vereinsamung beitragen, wobei das Zusammenleben eigenverantwortlich organisiert wird. „Gemeinsam die Zukunft leben – gemeinsam zur Miete wohnen, selbstständig leben – dies ist eine Antwort darauf, wie die Generation 50plus die Zukunft gestalten könne“, so Hildegard Luttenberger.

„Weg mit den Barrieren!“

Informationen zu der bundesweiten VdK-Kampagne „Weg mit den Barrieren!“ gab Kreisvorsitzender Hans Werner Kaiser, wobei es auf die Mithilfe aller Verbandsebenen ankomme. Er zeigte Möglichkeiten auf, wie Kreis- und Ortsverbände tätig werden können, und verwies auf die Internetseite www.weg-mit-den-barrieren.de. Herzstück dieser Internetseite ist die „Landkarte der Barrieren“. Wie er betonte, soll die VdK-Kampagne dazu beitragen, auf Barrierefreiheit hinzuweisen und Menschen mit und ohne Behinderung für die Bedeutung eines barrierefreien Lebens zu sensibilisieren. Laut UN-Behindertenrechtskonvention ist Barrierefreiheit ein Menschenrecht. Auch Deutschland hat sich verpflichtet, Maßnahmen für eine barrierefreie Gesellschaft zu treffen. Ziel der Kampagne ist es unter anderem die politischen Entscheidungsträger in Bund, Ländern und Kommunen zum Handeln zu bewegen.

Zum Abschluss der Tagung dankte Kreisfrauenvertreterin Rosemarie Waldorf allen Teilnehmerinnen für die rege Mitarbeit und dem großen Interesse an dieser Veranstaltung. Ebenso aber auch den Referentinnen des Tages, und dem Kreisvorsitzenden Hans Werner Kaiser für die Mitgestaltung der Kreisfrauenkonferenz. Gleichzeitig galt ihr Dank aber auch den Kreisvorstandsmitgliedern Gisela Stahl und Christa Hümmerich, den Mitarbeiterinnen der Kreisgeschäftsstelle sowie dem Personal des Josef-Ecker-Stifts für die gute Bewirtung.

Gruppenfoto der Teilnehmerinnen der Kreisfrauenkonferenz 2016 mit dem Kreisvorsitzenden Hans Werner Kaiser (2.v.li.).

Gruppenfoto der Teilnehmerinnen der Kreisfrauenkonferenz 2016 mit dem Kreisvorsitzenden Hans Werner Kaiser (2.v.li.).

Die Organisatorinnen der Kreisfrauenkonferenz Rosemarie Waldorf (Kreisfrauenvertreterin, 2.v.li.), Gisela Stahl (li.) und Christa Hümmerich (2.v.re.) mit den Referentinnen Christa Reutelsterz (3.v.li.), Ute Starrmann (4.v.li.), Hildegard Luttenberger (3.v.re.) und Angela Kurtscheid (re.).Fotos: privat

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