Allgemeine Berichte | 12.11.2025

Netzwerk Demenz und Landkreis ziehen positive Bilanz: Fachtag begeistert Publikum

Pflegealltag der Zukunft stand im Mittelpunkt

Freuten sich über das große Interesse am Fachtag für Pflege (v.l.n.r.): Olaf Spohr vom Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz & DRK-Kreisverband, Referent Prof. Dr. Frank Weidner (Universität Koblenz/DIP Köln), Anne Schnütgen von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong und Referent Torsten Anstädt (HumaQ). Foto: Kreisverwaltung MYK/Anne Schnütgen

Kreis MYK. Wie kann Pflege zukunftsfähig gestaltet werden, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Fachtags „Pflegealltag der Zukunft – Demenz, Digitalisierung und Technik“, der jüngst im Forum Polch zahlreiche Fachkräfte, Lehrende, Wissenschaftler sowie Pflegeschüler zusammenbrachte. Die Veranstaltung, organisiert vom Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz in Kooperation mit der Pflegestrukturplanung des Landkreises Mayen-Koblenz, überzeugte mit einem Fachprogramm auf höchstem Niveau und einer offenen, praxisnahen Atmosphäre, die den intensiven Dialog zwischen Theorie und Praxis förderte. Mit knapp 100 Teilnehmenden war das Interesse groß. Bereits zu Beginn der Veranstaltung unterstrich der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong in seinem Grußwort die Stärke des Netzwerks: „Es ist beeindruckend, wie im Netzwerk Demenz alle Beteiligten Hand in Hand arbeiten.“

Hochkarätige Vorträge underlebbarer Praxisbezug

Die Fachvorträge und Praxisbeispiele griffen zentrale Zukunftsthemen auf. Von der Digitalisierung in der Pflege über technische Assistenzsysteme bis hin zur ethischen Einbettung digitaler Lösungen im Pflegealltag. Prof. Dr. Frank Weidner (Universität Koblenz / DIP Köln) zeigte in seinem Vortrag „Wo stehen wir bei der Digitalisierung im Pflegealltag und wo geht der Weg hin?“ aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der digitalen Pflege. Torsten Anstädt (HumaQ) berichtete unter dem Titel „Was uns hilft – Digitale Assistenz bei Demenz für Betroffene und pflegende Angehörige“ aus der Praxis und machte deutlich, wie technische Unterstützungssysteme die Lebensqualität von Menschen mit Demenz verbessern können. Enrico Löhrke (inhaus GmbH) präsentierte in seinem Beitrag „Technik, die hilft – Entlastung der Pflege in ambulant betreuten Wohngemeinschaften“ innovative Lösungen, die den Pflegealltag spürbar erleichtern. Birgit Alt-Resch (Vereinigte Hospitien Trier) zeigte mit ihrem Vortrag „Telepflege als Chance – Weniger Schritte, mehr Zeit für Pflege!“ anschaulich, wie digitale Kommunikation Wege verkürzt und mehr Zeit für Zuwendung schafft.

Besonders spannend: Viele technische Hilfsmittel konnten direkt vor Ort ausprobiert werden. In den Pausen nutzten zahlreiche Teilnehmende die Gelegenheit, Sensorik, Assistenzsysteme und digitale Tools selbst zu testen und mit den Referenten ins Gespräch zu kommen.

Austausch auf Augenhöhe

Eine besondere Atmosphäre entstand durch die offene Präsenz aller Dozierenden während der Pausen. Dadurch entstand Raum für individuelle Fragen, spontane Diskussionen und persönliche Gespräche. Pflegefachkräfte, Forschende und Auszubildende konnten konkrete Erfahrungen austauschen und voneinander lernen – ein Aspekt, der von vielen Teilnehmenden ausdrücklich gelobt wurde.

Der Fachtag machte eindrucksvoll deutlich, dass Pflegewissenschaft, Praxis und Bildung gemeinsam einen wichtigen Beitrag leisten können, um Pflege menschlich, effizient und zukunftsorientiert zu gestalten. Digitalisierung und Technik wurden nicht als Selbstzweck verstanden, sondern als Werkzeuge zur Entlastung, die mehr Zeit für das Wesentliche schaffen: Zuwendung und Menschlichkeit.

Bei Fragen zum Thema oder Interesse am Austausch stehen Anne Schnütgen von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz per E-Mail an sozialplanung@kvmyk.de und Olaf Spohr vom Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz/DRK-Kreisverband per E-Mail an beko@mayen-koblenz.drk.de gerne zur Verfügung.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Freuten sich über das große Interesse am Fachtag für Pflege (v.l.n.r.): Olaf Spohr vom Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz & DRK-Kreisverband, Referent Prof. Dr. Frank Weidner (Universität Koblenz/DIP Köln), Anne Schnütgen von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong und Referent Torsten Anstädt (HumaQ). Foto: Kreisverwaltung MYK/Anne Schnütgen

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Anzeige LebensKunstMarkt Remagen 2026
Korkenfrei Print
Anzeige Sonne aufs Dach - o.B.
Weinblütenfest in Mayschoss
Stellenanzeige Kfm. Kundenberater, Anlagenmechaniker, Heizungsbaumeister
Empfohlene Artikel
Die Bacher Lay Brücke
9

Region. Die Sommerferien sind die perfekte Gelegenheit, gemeinsam Zeit in der Natur zu verbringen und kleine Abenteuer zu erleben. Im Westerwald laden familienfreundliche Wanderwege dazu ein, Tiere zu beobachten, spannende Rätsel zu lösen, Barfußpfade zu erkunden oder an plätschernden Bächen die Füße ins Wasser zu halten. Ob Kleine Wäller, Wäller Touren oder ausgewählte Etappen des WesterwaldSteigs – abwechslungsreiche Ausflugsziele machen jede Wanderung zu einem besonderen Ferienerlebnis.

Weiterlesen

Anja Kampmann
5

Marienthal. Im Rahmen der Westerwälder Literaturtage ist die vielfach ausgezeichnete Autorin Anja Kampmann am Donnerstag, 25. Juni 2026, um 18 Uhr zu Gast im Hofcafé Heinzelmännchen in Marienthal. Sie stellt ihren neuen, für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026 nominierten Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ vor und entführt ihr Publikum in das Hamburg der 1930er Jahre – eine Zeit zwischen Aufbruch, Glamour und wachsender Bedrohung.

Weiterlesen

Für das Achtsam morden, im Arresthaus gibt es bereits eine Karten-Warteliste.
25

Mayen. Mit der Bühnenfassung von „Achtsam morden“ nach dem Bestseller von Karsten Dusse, im Mayener Arresthaus von Jan Käfer inszeniert, ist den Darstellern Franziska Beyer, Martin Geisen und Sebastian Muskalla ein tolles Stück gelungen, das schwarzhumorige Krimikomödie und gesellschaftliche Satire gekonnt miteinander verbindet.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: Jochen Tack / Polizei NRW
2122

Bad Marienberg. Am 13.06.2026 gegen 22:31 Uhr kam es im Bereich des Parkhauses in der Albrechtstraße in Bad Marienberg zu einer körperlichen Auseinandersetzung. Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurde ein Pärchen von einer bislang unbekannten Personengruppe angegriffen. Die Gruppe soll aus mehreren Personen, nach ersten Erkenntnissen etwa acht jungen Männern, bestanden haben.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Pixabay.com
950

Der bislang unbekannte Gewinner wird dringend gebeten, sich zu melden!

Über 2,8 Millionen Euro gewonnen: Lotto sucht Glückspilz aus dem Raum Neuwied

Koblenz. Ein bislang noch unbekannter Glückspilz aus dem Raum Neuwied hatte am vergangenen Samstag allen Grund zur Freude: Mit seinem Lottoschein landete er oder sie einen bundesweit einmaligen Sechser im LOTTO 6aus49 und gewann über 2,8 Millionen Euro. Der Jackpot von 50 Millionen Euro blieb indes unangetastet.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Pixabay.com
680

Die Polizei konnte dem Treiben rechtzeitig ein Ende setzen

14.06.: Mit Benzin und Streichhölzern: Wollten Jugendliche die Grundschule anzünden?

Region. Am Sonntag, 14. Juni, gegen 12.30 Uhr, verschafften sich ein Jugendlicher und ein Minderjähriger über eine unverschlossene Eingangstür Zutritt zu einer Grundschule in der Straße „Am Mühlenberg“ in Schleiden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand betraten die beiden das Büro des Hausmeisters. Dort entnahmen sie einen Fünf-Liter-Kanister mit Benzin und verteilten dessen Inhalt großflächig auf dem Boden des Raumes.

Weiterlesen