Allgemeine Berichte | 16.05.2024

Matthias Bruderschaft Kobern-Gondorf

Pilgern aus Tradition, Überzeugung und Leidenschaft

Das Apostelgrab in der Matthiasbasilika in Trier. Foto: Matthias Bruderschaft Kobern-Gondorf

Kobern-Gondorf. Seit 1989 unternehmen dies jährlich die Mitglieder der Matthias Bruderschaft Kobern-Gondorf für drei Tage. Ziel ist das Apostelgrab in der Matthiasbasilika in Trier.

Die Geschichte der Bruderschaft geht zurück auf die hiesige Matthiaskapelle oberhalb des Ortes. Sie wurde erbaut zwischen 1220-1240 von Kreuzrittern als Burg- und Reliquienkapelle. Das Haupt des Apostels soll beim Kreuzzug von Damiette wohl in die Hände der Herren von Kobern gelangt sein. Bis 1354 wurde die Reliquie dort aufbewahrt, bevor sie im 15. Jahrhundert in den Trierer Domschatz und ab 1927 in die Matthiasabtei überführt wurde. Mehr als 100 Jahre diente die Matthiaskapelle als Wallfahrtsort vieler Pilgergruppen. Diese Tradition führt die Matthias Bruderschaft Kobern-Gondorf nun fort.

Nach einem Morgenimpuls im Pfarrheim in Kobern entließ sie Pater Sabi auf die Wegstrecke entlang der Mosel bis Karden, zwischendurch mit Frühstücksrast in Hatzenport. Die Bahn brachte sie bis Salmtal und weiter ging es zu Fuß nach Klausen. Dort wurden die Pilger von Pater Albert empfangen, der anschließend mit ihnen eine Hl. Messe feierte. Ein gemütlicher Abend im Hotel gehörte zum üblichen Tagesabschluss.

Der zweite Tag begann mit einer Bahnfahrt nach Ürzig zur Tagesetappe bis Klausen. Wenn auch der Himmel zunächst Regen schickte, litt keineswegs die Motivation, überzeugte Pilger trotzen jedem Wetter. Unterwegs in der Natur mit Gebeten, Gesängen, Impulsen an Kapellen, Bildstöcken, besonderen Aussichtspunkten geben innere Ruhe und Besinnung. Gespräche, das sich Öffnen, Gefühle, Sorgen, Leid, Erlebtes, Dank sind vielen Menschen sehr wichtig. Pilgern überzeugt, Pilgern verbindet,

Am drittten Tag nutzten sie wiederum die Bahn von Salmtal nach Föhren, um ihr 30 km Tagesziel, die Basilika, rechtzeitig zu schaffen. Das gute Wetter, blühende Wiesen, ein harmonisches Miteinander erleichterten den Weg. Die 60 km an den vorausgegangenen Tagen hatten doch typische Wanderspuren hinterlassen. Aber: Der Weg ist das Ziel!

Erholung und Stärkung brachte nach der Begrüßung durch Pfarrer Diederich ein Imbiss im Pfarrheim in Ehrang. Über Berg und Tal in frühlingshafter Natur führte der Weg bis zum Abstieg zur Mosel in Trier. Im Vorhof der Basilika wartete Pilgerbruder Thomas, der die Pilger bei Gesang „Großer Gott wir loben dich“ zum Einzug in die Basilika führte. Ein jeder empfindet Freude, Tränen, Dankbarkeit, Ziel geschafft! Die anschließende Begrüßung, Ehrung der Erstpilger am Apostelgrab und Gottesdienst rundeten die Pilgerwanderung ab.

Neben der jährlichen Fußwallfahrt nach Trier gehört zur wichtigen Aufgabe der Bruderschaft die Betreuung der Matthiaskapelle. Dort übernehmensie von Palmsonntag bis Allerheiligen an allen Sonn- und Feiertagen ehrenamtlich die Aufsicht von 11 bis 17 Uhr. Dieses Angebot wird von den vielen Besuchern aus nah und fern dankend angenommen. Schließlich handelt es sich um ein einzigartiges Bauwerk, weithin bekannt.

Wer Interesse an der Wallfahrt und/oder an dem Aufsichtsdienst in der Kapelle hat, kann sich gerne melden bei Brudermeister Harry Schneider, Tel. (0 26 07) 65 50.

Weitere Informationen zur Matthiasbruderschaft unter www.smb-kobern-gondorf.com, unter anderem mit Bildern zur Wallfahrt.

Das Apostelgrab in der Matthiasbasilika in Trier. Foto: Matthias Bruderschaft Kobern-Gondorf

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