Allgemeine Berichte | 14.05.2019

Pilgerweg der Aktion Arbeit bei den Heilig-Rock-Tagen

Pilgern um Danke zu sagen

Rund 160 Pilger nahmen an dem Zug teil. Foto: Bistum Trier

Trier. Rund 160 Menschen haben sich am Pilgerweg der Aktion Arbeit im Rahmen der Heilig-Rock-Tage beteiligt. Die Pilger zogen nach einem Frühstück und einem kurzen Impuls in der Abteikirche St. Matthias zum Hauptmarkt in Trier, wo sie am Mittagsgebet teilnahmen.

„Wir kennen die Erfahrung, dass Arbeit erfüllen und zufrieden machen kann, wenn wir etwas Gutes und Sinnvolles geschaffen haben“, sagte Peter Nilles, Geschäftsführer der Sozialen Lerndienste, der den ersten Impuls des Pilgerwegs leitete. „Wir kennen aber auch die andere Seite: Arbeit kann eintönig, mühsam und zermürbend sein. Wir leben mehr oder weniger in der Spannung zwischen dem, wie wir uns Arbeit wünschen und dem, wie wir Arbeit bisweilen ertragen müssen.“ Die Herausforderung bestehe darin, in dieser Spannung zu leben und sie auszuhalten.

Am Pilgerweg nahmen zahlreiche Einrichtungen teil, die von der Aktion Arbeit unterstützt werden. Von den rund 70 Mitarbeitern der Erwerbslosenhilfe-Selbsthilfe in Püttlingen e.V. (ESH) kamen beispielsweise 37 nach Trier, um am Pilgerweg teilzunehmen.

„Wir freuen uns, dass wir wieder daran teilnehmen dürfen“, sagte Alfred Steimer, Leiter der ESH. Die Einrichtung ist ein Bildungsträger, der sich derzeit um etwa 400 Menschen, darunter viele Langzeitarbeitslose kümmert. „Darüber hinaus bieten wir auch Qualifizierungsmaßnahmen für technische Berufe an“, so Steimer.

Auch der Bürgerservice Trier nahm am Pilgerweg der Aktion Arbeit mit 30 Personen teil. „Bei uns sind Jugendliche in der Berufsvorbereitung und der Reha-Ausbildung und wir arbeiten auch viel mit Langzeitarbeitslosen zusammen“, sagte Christian Glessner, Werkstattleiter beim Bürgerservice Trier. „Der Pilgerweg ist eine tolle Sache, die auch von unseren Teilnehmern sehr gerne angenommen wird.“ In Sinzig unterstützt die Aktion Arbeit schon seit mehr als zehn Jahren das Haus der offenen Tür der Katholischen Kirchengemeinde St. Peter Sinzig (HoT). Das HoT ist eine Einrichtung der offenen Jugendarbeit, mit niedrigschwelligen Angeboten für Kinder und Jugendlichen. Das HoT kümmert sich um Jugendliche, die verschiedenste Probleme haben, wie Tatjana Francesconi erklärte.

„Wohnungslosigkeit ist ein großes Thema, Schuldenproblematik, Jugendliche, die ihren Schulabschluss nochmal nachmachen wollen, oder Probleme haben, in Arbeit zu kommen.“ „Wir kümmern uns um Menschen, die durch alle Raster gefallen sind“, sagte Ulrike Michelt vom HoT Sinzig. „Wir kommen sehr gerne hier her“, sagte sie. „Heute sind wir mit zehn jungen Menschen hier. Einfach, um denen zu zeigen, wo das Bistum ist, wer uns dort unterstützt und Danke zu sagen.“

Rund 160 Pilger nahmen an dem Zug teil. Foto: Bistum Trier

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