Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie
Pläne zum Tag der Demokratie vorgestellt
Remagen. Unter dem diesjährigen Motto „Solidarität und Zusammenhalt – Gemeinsam für die Freiheit, gemeinsam gegen Nazis“ plant das Bündnis für Frieden und Demokratie für November wieder eine große bunte Veranstaltung am Samstag, 12. November in der Nähe der Hochschule am Gelände der Friedenskapelle zwischen Remagen und Kripp. In einer Pressekonferenz stellte das Bündnis, bestehend aus fast 40 Gruppierungen, Bürgerinnen und Bürgern sowie Parteien und Vereinen das diesjährige Programm vor.
Neben einem Besuch der beliebten Infomeile mit Infoständen und kulinarischen Genüssen sind die Remagener Bürgerinnen und Bürger zu einem ökumenischen Gottesdienst ab 10.30 Uhr direkt an die Friedenskapelle Schwarze Madonna eingeladen. Kripper Bürgerinnen und Bürger können vorab gemeinschaftlich im Rahmen des 3. Kripper Friedensspaziergang zum Gottesdienst aufbrechen. „Uns ist wichtig, dass wir nicht gegen etwas kämpfen, sondern uns für etwas einsetzen“, betont Michaela Schmitt, Mitorganisatorin aus dem Bündnis in der Pressekonferenz. Im Anschluss des Gottesdienstes gibt es einen bunten Mix mit Mitmachaktionen und Ansprachen von dem Bürgermeister von Remagen, sowie der Landrätin des Kreises Ahrweiler. Ebenso wird die so wichtige Thematik Demokratie und Solidarität vom Präsidenten der Hochschule Koblenz sowie der Landesvorsitzenden der Gewerkschaft Polizei Rheinland-Pfalz beleuchtet.
Danach folgen künstlerische Beiträge unter anderem mit der Deutschrock-Band GUTSO aus Bonn. „Die Band wird diese besondere Veranstaltung extra ein eigenes Lied kreieren“, berichtetet Sebastian Hebheisen, Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbund. Ebenfalls wird es am nahegelegenen Hochschulcampus eine Ausstellung zur heutigen jüdischen Lebenswelt geben. Warum das Engagement gegen Nazis in der Region so wichtig ist, erläuterte die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus auch im Hinblick auf erhöhte rechtsextreme Aktivitäten nach der Flutkatastrophe an der Ahr. Jährlich findet in Remagen der Tag der Demokratie als wichtige Veranstaltung für ein friedliches Miteinander aller Menschen statt. Zahlreiche zivilgesellschaftlichen Gruppen setzen auch dieses Jahr wieder ein Zeichen gegen Neonazis, welche am selben Tag das Gelände des ehemaligen Kriegsgefangenlagers am Rhein mit einem „Trauermarsch“ für propagandistischen Zwecke missbrauchen.
Die Zahl der teilnehmenden Neonazis war in den letzten Jahren rückläufig. „Auch dieses Jahr sind beim Tag der Demokratie wieder viele neue Akteure und Gesichter als Mitwirkende dabei, das ist nicht selbstverständlich und besonders freuen wir uns hier über das gemeinsame Parteiengagement gerade aus der Remagener Kommunalpolitik“, betont Stefani Jürries, Mitorganisatorin der Veranstaltung und Initiatorin des 3. Kripper Friedensspaziergangs. Weitere Informationen sind auf der Website des Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie zu finden: https://www.buendnis-remagen.de.
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