Workshop-Frühstückstreffen der Landfrauen zum Thema Nachhaltigkeit
Plastik: Fluch oder Segen?
Region. Der Landfrauenkreisverband Ahrweiler hatte erstmals zum Frühstückstreffen eingeladen. Über 100 Frauen aus dem Kreis Ahrweiler konnte die Kreisvorsitzende Ingrid Strohe im Natur- und Wohlfühlhotel Kastenholz in Wershofen begrüßen. „In Anlehnung an die Freitagsaktivitäten zum Umwelt- und Klimaschutz legen wir Landfrauen heute einen ‚Samstag gegen Plastik‘ ein“, so die Botschaft der Vorsitzenden unter Bezugnahme auf den Veranstaltungstitel „Plastik Fluch oder Segen“. Das Thema Nachhaltigkeit führte als roter Faden durch das Programm. So starteten die Veranstaltungsteilnehmerinnen mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffet mit Produkten aus der Eifel Region. Danach sprach die Referentin Cordula Honnef, Gärtnerin und Kräuterfachfrau aus dem Westerwald, in ihrem Vortrag mit großer Leidenschaft den Erhalt unserer Umwelt, die Klimaveränderungen und das große Thema der Nachhaltigkeit an. „Was ist nachhaltig?“ so eine ihrer Fragen. Sie gab auch gleich die Antwort: „Wir können nur so viele Ressourcen verbrauchen, wie wir wieder herstellen können.“ In engem Zusammenhang mit dem Schlagwort Nachhaltigkeit sei auch die Frage zu stellen: „Was brauche ich wirklich?“ Cordula Honnef zählte eine Reihe von Beispielen aus ihrem privaten Leben auf, die Veränderungen ihres Verhaltens belegen. Zum Beispiel lese sie keine Werbeprospekte mehr, weil sie viel Zeit damit verbracht und Dinge gekauft habe, die sie nicht gebraucht habe. Oder: Sie kaufe kein Fleisch im Supermarkt in Plastikverpackung, das oftmals auch noch mindere Qualität aufweise. Sie kaufe regionale Produkte entsprechend der Jahreszeit. Auch die Verwendung von herkömmlichen Papiertaschentüchern ist für die Referentin tabu; einmal wegen Verstopfungsproblemen in Kläranlagen und zum anderen wegen der umweltfeindlichen Plastikverpackungen. Am Ende des Vortrages stand die Frage: Wie schaffe ich es, meine Gewohnheiten im Sinne der Nachhaltigkeit zu ändern? Eine Reihe von Beispielen führte sie dazu auf, wie die eigene Herstellung umweltfreundlicher Reinigungs- oder Kosmetiktücher mit selbst hergestellten Ölen, etwa Lavendelöl aus dem eigenen Garten. Oder konsequenter Einkauf regionaler Produkte, auch der eigene Garten oder zumindest Kräutergarten biete viele Möglichkeiten. Mit den Landfrauen war die Referentin sich einig: Es muss gelingen, den Wert der regionalen Produkte wiederzubeleben, das Aussehen von Obst und Gemüse ist nicht entscheidend für den Geschmack und die Nährstoffe, auch krumme Gurken sind gesund. Und die Verpackung in Plastik gilt es zu bekämpfen. Obst, Gemüse oder gar Fleisch in Plastik muss nicht sein! Das Credo der Referentin lautet: „Ich esse, was in der Region wächst, denn sie muss mich ernähren“. Ergänzend zum Vortrag gab es Nachhaltigkeits-Workshops mit praktischen Übungen. Engagiert falteten die Teilnehmerinnen aus Zeitungs- bzw. Altpapier große und kleine Tüten mit und ohne Boden. Ein gutes Beispiel das Altpapier einer sinnvollen Wiederverwendung zuzuführen. Gerne wurden die Tüten zur Nachahmung und als Anregung mit nach Hause genommen.
