Zum Weltwassertag organisierten Schüler der IGS Maifeld Ausstellung und Information
„Plastik: Fluch oder Segen“ - Bachpaten warnen vor Verunreinigung
Polch. Die IGS Polch gehört mit den wechselnden Schülerinnen und Schülern des Wahlpflichtfachs „Mensch – Umwelt – Natur“ mit zu den aktivsten und treuesten Bachpaten der Verbandsgemeinde Maifeld. Schon seit vielen Jahren kümmern sich die jungen Maifelder unter der Regie ihrer Fachlehrerin Tatjana Horn um ein renaturiertes Teilstück des Viedeler Bachs in Polch. In den vergangenen Monaten haben sie sich dem Thema Plastikmüll angenommen. Unter dem Motto „Plastik: Fluch oder Segen?“ luden sie auch zum Weltwassertag 2019 ein.
Dabei präsentierten die Jungen und Mädchen der Klassenstufen sieben und neun in der Schulmensa auch Kunstwerke, die aus rund um den Viedeler Bach aufgesammelten Plastikabfällen entstanden. Diese bemerkenswerten Modelle wurden im Wahlpflichtfach „Künstlerisches Gestalten“ unter der Leitung von Fachlehrer Alexander Buck gebastelt und demonstrierten anschaulich, was alles an Styroporresten und sonstigem Verpackungsmüll in der Natur landet. Nicht nur die Mitschülerinnen und Mitschüler der Klassenstufe 6 und Schulleiter Malte Möbius, auch Gäste wie Bürgermeister Maximilian Mumm und Sachbearbeiterin Petra Hermes von der Verbandsgemeinde Maifeld waren begeistert vom Einsatz der jungen Aktivisten.
Ganz besonders freute sich Stefan Horch aus Winningen, der mit seinem „Clean-River-Projekt“ seit Langem den Plastikmüll in deutschen Gewässern bekämpft und das Problem auch immer wieder öffentlich macht. Im vergangenen Jahr gewann er dafür den Umweltpreis Rheinland-Pfalz: „Anfangs hat das Thema niemanden interessiert und jetzt sind hier so viele Kinder und Erwachsene mit dabei. Ich finde das klasse.“ Seine jugendlichen Mitstreiter hatten sich gut informiert und auf den Tag vorbereitet: „Jeder Deutsche produziert jährlich im Durchschnitt 220 Kilogramm Plastikabfall – ein Spitzenwert in Europa“, berichteten sie und wiesen darauf hin, dass vor allem das Mikroplastik (Plastikteilchen, die kleiner als 5 Millimeter sind) eine große Gefahr darstellen. Mikroplastik ist u. a. in vielen Kosmetik- und Pflegeprodukten, verunreinigt alle Gewässer und kommt schließlich in die Nahrungskette. Ihre warnende Botschaft an alle: „Erst kommt es in den Fisch und irgendwann hat der Menschen es auf dem Tisch.“ Pressemitteilung
VG Maifeld
