Erstes GebückFESTival am 24. August in Montabaur erfolgreich gestartet
Poesie und Musik im fliegenden Wechsel
Einen entspannten Sommerabend erlebten die etwa 400 Gäste des 1. Umsonst-und-Draußen-Festivals im Gebück
Montabaur. Die Sonne lachte über Montabaur und im Gebück war alles für das erste GebückFESTival des Bürgervereins Montabaur vorbereitet. Bereits am Nachmittag waren zahlreiche Zuschauer in das baumbesäumte Gelände hinter der Kirche St. Peter in Ketten gekommen, um ein spannendes, interessantes und einfühlsames Programm zu erleben.
Das Kulturfestival eröffnete Huck Le Berry Finn, eine vierköpfige Indie-Folk Band aus Bonn, die nicht nur mit ihrem Outfit punkten konnten, sondern auch in kurzer Zeit mit ihren selbstkomponierten Liedern die Zuschauer in ihren Bann zogen. Mit E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und Cello wurde neben der Gesangsstimme bei jedem Lied auch direkt die Instrumente gewechselt. Ein toller Einstieg in eine Superstimmung, die dann wechselte von Musik zu Poesie.
Eine gelungene Mischung zwischen Musik und Poesie
Die Veranstalter des Bürgervereins hatten es sich zur Aufgabe gemacht, ein gemischtes kulturelles Programm mit unterschiedlichen Genres auf die Bühne zu bringen – was auch gelang. So folgten nach entspannter Musik einige selbst geschriebene Texte von Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines eigens für die Veranstaltung angebotenen Poetry Slam Workshops. Der Workshop wurde von dem erfahrenen Kursleiter Ken Yamamoto aus Berlin geleitet, der bereits mit zahlreichen Poetry Slams in Mainz und als Mitglied der Lesebühne „Spree vom Weizen“ auf sich aufmerksam machen konnte. Er selbst begann mit einem Text zum Thema „Die Zukunft der schriftlichen Sprache heißt: Das Buch“. Im Anschluss beeindruckte ein Kursteilnehmer mit dem Künstlernamen „Klee“ mit seinem Gedicht über Mobbing.
Moderne Musik und moderne Sprachkunst im Wechsel
Trotz der mittlerweile rund 300 Zuschauern merkte man, wie alle dem jungen Künstler an den Lippen hingen. Ein beeindruckender Text der in nur wenigen Stunden während dem Workshop entstand.
In Folge wurde noch ein Gedicht eines weiteren Teilnehmers und der bereits erfahrenen Poetry Slammerin Mirjam Reininger. Mit welchem Talent die zehnjährige Rosa Fröhlich ausgestattet ist, konnte man in ihrem großartigen Gedicht bewundern und wurde mit langem und lautem Applaus honoriert. Nach intensivem Zuhören konnten sich dann die Besucher wieder zurücklehnen und nochmal Huck Le Berry Finn hören, bevor in einer zweiten Session nochmals alle Poetry Slammer erneut ihre selbstverfassten Gedichte vortrugen. Im Anschluss wurde es dann etwas lauter.
Die Street-Percussion-Gruppe Clapstick beeindruckte mit rhythmischen Trommeln und lud zum Mitwippen und Tanzen ein. Abgerundet wurde das kulturelle Programm des KulturFESTivals dann mit dem Duo „Wandering Souls“, die mit gefühlvollen eigenen Liedern und Coversongs eine wundervolle Atmosphäre in das mittlerweile bunt illuminierte Gelände im Gebück zauberten. Nach vier Stunden voller Musik und Poesie war dann die Veranstaltung zu Ende, zu der sich schätzungsweise 400 Zuschauer einfanden. Die Picknick-Atmosphäre die durch das Angebot von „Via del Gusto“ und dem „Roundabout“ unterstützt wurde, rundete das Programm auch kulinarisch ab. Umrahmt wurde die Veranstaltung noch von einem kleinen Infostand der Initiative Fridays for Future und dem Künstler Boogie Chillun, der ebenfalls seine Werke ausstellte.
Auch für 2020 plant der Bürgerverein Montabaur wieder ein buntes Bühnenprogramm auf der Open Air Bühne im Gebück.
Alle Interessierten sollten sich bereits jetzt schon den Pfingstmontag im kommenden Jahr notieren, dann wird mit der Gruppe „Garden of Delight“ irische Musik im Gebück erklingen.
Entspannte Sommeratmosphäre beim ersten GebückFESTival.
Ken Yamamoto kam extra aus Berlin und gab vor seinem eigenen Auftritt einen Workshop für Poetry Slammer.
