Funken-Rot-Weiss Neuwied organisieren „Närrisches Gericht“
Politprominenz auf der Anklagebank
Horstmann, Röder und Jung drohen karnevalistische Strafen
Neuwied. Jetzt geht es ihnen an den Kragen: Lana Horstmann, Jörg Röder und Peter Jung - alle drei politische Hochkaräter in der Deichstadt Neuwied - werden angeklagt und stehen vor Gericht! Am Sonntag, 12. Februar (eine Woche vor Karneval), wird im Amalie-Raiffeisen-Saal der Volkshochschule Neuwied die Anklage verlesen. Und zwar von keinem Geringeren als dem stadt- und landbekannten scharfzüngigen Büttenredner Fredi Winter. Welche Vergehen den Dreien vorgeworfen werden - sie ist Abgeordnete im rheinland-pfälzischen Landtag, Röder Stadtratsmitglied und Jung Bürgermeister - ist in der Öffentlichkeit noch nicht bekannt. In der Hauptsache geht es aber um „karnevalistische Verfehlungen“. Die Verhandlung ist öffentlich. Den Angeklagten zur Seite steht als Verteidiger Christoph Pinkemeyer, ein erfahrener Jurist aus der renommierten Neuwieder Kanzlei Jansen & Rossbach. Das hoffentlich gerechte Urteil fällen wird „Richter“ Ralf Seemann, grüner hauptamtlicher Beigeordneter der Stadt Neuwied.
Verantwortlich für das närrische öffentliche Spektakel sind die Funken Rot-Weiss 1848 Neuwied. Seit über 20 Jahren gibt es diese närrischen Gerichtsverhandlungen im kleineren Rahmen, jetzt, 2023, zum ersten Mal auch vor einer größeren Öffentlichkeit. Der Eintritt ist frei. Wie es sich für einen karnevalistischen (Schau-)Prozess gehört, wird das Event bereichert durch den Besuch des Prinzenpaares Udo und Claudia, Speisen und Getränke aus der Gefängniskantine, Livemusik von The Singing Porter und akrobatische Tanzeinlagen der Chicas Locas. Die Anklageverlesung beginnt um 11 Uhr, ab 11.11 Uhr wird verhandelt. Einlass ist ab 10.30 Uhr.
