Prunksitzung der Cochemer Karnevalsgesellschaft e. V.
Pop-Art-Dancing, Las-Vegas- Show und Fiasko Mexikano
CKG begeisterte mit einem exzellenten Narrenspektakel
Cochem. Mit einem exzellenten Narrenspektakel konnten die Bühnenaktiven der Cochemer Karnevalsgesellschaft e. V. (CKG) rund um ihren Sitzungspräsidenten Jörg Eckerskorn aufwarten, der schon bei der Sitzungspremiere vor ausverkauftem Haus den Taktstock eines versierten Moderatoren schwang. So machten es ihm seine CKG-Akteure auch wieder einmal leicht. Denn das was diese auf dem närrischen Parkett zur Ansicht und zu Gehör brachten, konnte man durchweg als allererste Güte bezeichnen. So bestach auch in diesem Jahr das kurzweilige Narrenprogramm durch Vielfalt und Abwechslung, was vom närrischen Auditorium erwartungsgemäß mit viel Applaus belohnt wurde. Allen voran die Tanzdarbietungen, die von exzellentem Können und hoher Attraktivität geprägt waren. Den Reigen dieser eröffnete in 2019 die CKG-Prinzengarde mit einem flotten Gardetanz, der sich als rot-weißer Funkenzauber die ersten Bestnoten verdiente. Marie Ostermann legte als Solomariechen eine von sportlichen Elementen gespickte Darbietung auf´s Narrenparkett, während die Riege der Stadtsoldaten mit einer rustikalen Tanzversion, schnellen Schrittfolgen und tollen Hebefiguren ebenso erfreuen konnte. Mit herausragenden Highlights wussten die beiden Tanzformationen des TV Cochem sowie der TG Moselglück zu begeistern. Diesbezüglich tanzten die TV-Mädels eine Pop-Art-Show zu einem 23-Song-Potpourri aus fünf Jahrzehnten und sahen sich nach ihrem furiosen Finale dem frenetischen Beifall der Saaljecken ausgesetzt. Stehende Ovationen wurden ebenso den „Moglüs“ zuteil, die in einer Art Las-Vegas-Dancing-Show tänzerische Höchstleistungen mit atemberaubenden Hebefiguren präsentierten. Nur Bühnenbegrenzung und Hallendecke konnten den fantastischen Wurf- und Hebetechniken während ihrer Präsentation die Grenzen aufzeigen. Michael „Brändy“ Brand hielt als CKG-Till den Jecken mit amüsanten Versen den Narrenspiegel vor und Jacob Heimes verlieh der Cochemer Traditionsfigur „Zumme-Clown“ einmal mehr eine Stimme, die mit viel Lokalkolorit eingefärbte Ereignisse nacherzählte. Die berüchtigten Bauarbeiter der CKG glänzten mit der Variante einer Fiesta Mexikana, die bei ihnen zu einem „Fiasko Mexikano“ wurde. Den avisierten Mauerbau von Donald Trump mit einbegriffen. Dessen CKG-Konterfei war auch persönlich vor Ort und ließ jene Kartonmauer von den in der Narrhalla anwesenden Promis aufbauen. Ein höchst amüsantes Unterfangen, das letztlich natürlich zum Scheitern verurteilt war. Karnevalsurgestein Stephan Hilken intonierte das Cochemer Moartplatzlied und wusste auch mit seiner Spökeskompanie „Baddanouhdah“ urkomisches Narrentheater in zwei Teilen zu inszenieren. Überdies erfreute er mit seiner Bühnenpartnerin Tanja Hartmann in einem mit Eierlikör geschwängerten Sketch als Udo Lindenberg und Angela Merkel. Tom Esser hatte sich die Kutte des „Pater Noster“ aus dem Kapuzinerkloster übergestreift und verstieß, als angeblicher verschwiegener Beichtvater, mit spitzer Zunge gegen jenes wohlbekannte Kirchengesetz. Inhaltlich formulierte er dabei närrische Boshaftigkeiten über internationale, nationale und regionale Volksvertreter. Kurzweilig und vor allem für das Zwerchfell von „Otto-Normalbürger“ ein kleines Fest. Der Musikverein Cochem sorgte unter der Leitung von Norbert Ungers für einen trefflichen Musikrahmen. Bildete die offizielle Begrüßung durch das TV-Kinderprinzenpaar mit seiner Tollität Prinz Nils und ihrer Lieblichkeit Prinzessin Jolina praktisch den Auftakt der Vorzeigeveranstaltung, so setzte die Formation der „Cochemer Junge“ mit einem Potpourri von Stimmungsliedern den Programmschlusspunkt, der abschließend in ein buntes Finale mit allen Bühnenaktiven gipfelte. TE
Mit einer fulminanten Las-Vegas-Dance-Show konnten die Aktiven der TG Moselglück die Narren begeistern.
„Fiasko Mexikano“ auf der CKG Bühne. Die moselländische „Trump-Mauer“ fiel alsbald in sich zusammen.
Jacob Heimes marschierte als „Zumme-Clown“ auf und erfreute in seinen Versen mit reichlich Lokalkolorit.
