Die Vernissage des Abiturjahrgangs
Pop-Art am Are
Bad Neuenahr. Schulleiter Heribert Schieler eröffnete die alljährliche Abschlussausstellung der Abiturienten des Are-Gymnasiums in Bad Neuenahr zum Thema „Pop Art“. Es war der letzte Schultag des Jahrgangs 12, der Tag der Zeugnisausgabe, und dieses gemeinsame Treffen gestalteten alle SchülerInnen des gesamten Jahrgangs mit ihren FachlehrerInnen. Die eigenständigen künstlerischen Antworten der Kunstkurse von den Kunstlehrerinnen Heike Hallwig, Bettina Lipka-Roloff und Kristina Brock als Ergebnis ihrer Begegnung mit den Stars der Pop Art sind bis zum Frühjahr 2017 an den Wänden des Altbaus ausgestellt. Thomas Langs Grundkurs Musik, herausragend mit dem Schüler Stephan Ullrich am Saxophon, begleitete mit seiner Version von Tim Benzkos „Keine Maschine“ und „Wonderwall“ von Oasis die Ausstellungseröffnung. Im unkonventionellen Einsatz neuer Techniken, dem Übertragen von trivialen Bildmotiven aus den Printmedien und der seriellen Motivanordnung, die Andy Warhols „Markenzeichen“ geworden sind, testeten die Kunstkurse ihre Möglichkeiten und gestalterischen Ideen aus. Besonders das Zulassen von „Fehlern“ - kleinen Ungenauigkeiten - und die Verwendung verschiedenster Materialien sind typisch für diese Kunstrichtung und machen einen großen Teil seiner bis heute andauernden Faszination aus. Das Experimentieren bildete danach den Ausgangspunkt, um eigene Portraits zu entwickeln: Fotografien, Tapes, Klebefolien, Objekte und Zeitungsausschnitte, die neu zusammenmontiert nun den heutigen Umgang mit unsere Medienkultur, dem Konsum, den Rollenbildern kritisch hinterfragen - ganz im Sinne von Warhols Credo. Auf diese Weise präsentierte sich ein ganzer Jahrgang am Ende einer langen gemeinsamen Schulzeit noch einmal und bleibt mit dieser Ausstellung für ein Jahr lang der eigenen Schule weiter präsent.
