Förderverein Matthias-Kapelle in Leimbach
Positive Nachrichten bei der Jahreshauptversammlung
Leimbach. „Ich hoffe, Anfang nächsten Jahres können wir an der Matthias-Kapelle mit den Arbeiten beginnen“, gab Architekt Karl Feils bei der Jahreshauptversammlung des Fördervereins bekannt. Rund 20 Personen konnte Norbert Becker, Vorsitzender des Vereins, im Sitzungssaal der Gemeinde begrüßen. Alle waren gespannt, wie geht es mit der Matthias-Kapelle weiter. Pfarrer Dr. Rainer Justen ließ die Baugeschichte noch einmal Revue passieren: Im Jahr 2009 Teileinsturz der Kirchendecke, im Oktober 2013 Befall der Balkenlage mit Hausschwamm festgestellt. Der Erste Kostenvoranschlag, um die Kapelle wieder nutzen zu können, belief sich auf 153.000 Euro. Über die Hälfte des Betrages übernahm das Bistum, so dass ein Eigenanteil von 54.000 Euro übrig blieb. Doch dieser Betrag konnte finanziell nicht gestemmt werden und es wurde nach einer kostengünstigeren Minimal-Lösung gesucht und gefunden. Bei dieser Variante betrug die Gesamtsumme 60.000 Euro und der Eigenanteil 33.500 Euro.
Um diesen Eigenanteil zurückzahlen zu können, wurde im Jahr 2013 ein Förderverein gegründet, von dessen Mitgliedsbeiträgen die Rückzahlung abgesichert wurde. Der Förderantrag wurde ans Bistum gestellt und Ende 2013 genehmigt. Doch 2014 stand neues Ungemach ins Haus, bei freigelegter Decke wurden neue Schäden an den Deckenbalken sichtbar. Ebenso wurde der Dachstuhl einer intensiven Prüfung unterzogen und festgestellt, dass auch das Dach erneuert werden muss; diese weiteren Baumaßnahmen haben die Gesamtsumme auf 234.000 Euro beziehungsweise 220.000 ohne Dachdämmung, aber mit Innenanstrich, erhöht. Mit einem Eigenanteil von 105.000 Euro, der normal aus dem Topf des Fördervereins nicht realisierbar gewesen wäre. Hier kam der Zufall zu Hilfe. Durch das große Schild an der Kapelle „Abriss oder Rettung“ aufmerksam geworden, wurde ein Spender dazu bewegt, dem Förderverein 44.000 Euro zur Verfügung zu stellen. So konnte Ende April 2016 ein neuer Schadensantrag von 224.500 Euro an das Bistum gestellt werden, der zur Freude aller Mitte Mai 2017 genehmigt wurde. „ Ich rechne damit, dass wir im September die Baugenehmigung erteilt bekommen, dann muss der Statiker eine Funktionsplanung erstellen, die Gewerke ausgeschrieben werden und dann kann es losgehen“, meinte Architekt Karl Feils, der extra aus Trier mit den Bauplänen zur Sitzung gekommen war. Weiter gab er bekannt, dass es keine Zwischendecke mehr gibt, sondern das Kirchenschiff bis zum Dach offen ist. Der Dachreiter mit der Glocke wird auch nicht erneuert, sondern komplett mit Kran vom alten Dach geholt und auf das neue wieder aufgesetzt. Kassierer Christian Frings legte die Finanzen des Fördervereins aus dem Jahr 2016 dar. So konnte am Jahresende 2016 einen Kassenbestand von über 80.000 Euro vermelden. Der setzt sich zusammen aus den Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Verkauf von Kirchenbänken, Erlösen aus Bewirtung beim Maibaumstellen und Adventskonzert. „Die 25.000 Euro, die zum Eigenanteil noch fehlen, sind mit einem Darlehen über die Pfarrei, das wir über die Mitgliedsbeiträge tilgen, gesichert“, sagte Christian Frings. Des Weiteren gab Christian Frings in Absprache mit Pfarrer Justen bekannt, dass das Schild „Abriss oder Rettung“ später in der Kirche seinen Platz finden sollte. „Denn durch die hohe Spende die durch das Schild erfolgt ist, wäre eine Rettung nicht möglich gewesen“, waren sich Pfarrer und Kassierer einig.
SES
Architekt Karl Feils zeigte den Bauplan für den Dachneubau.
