Allgemeine Berichte | 22.09.2017

Roentgen Museum Neuwied

Präsentation eines Portraits von Fürstin Marie zu Wied

Fürstenfamilie Wied und Nachfahrin des russischen Schriftstellers Puschkin waren anwesend

(v.li.) Museumsdirektor Bernd Willscheid, Clotilde von Rintelen (Nachfahrin des russischen Schriftstellers Puschkin), Isabelle Fürstin zu Wied und Maximilian Fürst zu Wied vor dem Portrait der Fürstin Marie zu Wied.Theodor Schmitt

Neuwied. Im Rahmen eines Vortrages über Prinz Maximilian zu Wied präsentierte Museumsdirektor Bernd Willscheid eine Neuerwerbung für das Roentgen-Museum Neuwied. Es handelt sich um ein Portrait der Fürstin Marie zu Wied (1825-1902), geb. Prinzessin von Nassau, das der bedeutende Düsseldorfer Maler und Akademieprofessor Carl Ferdinand Sohn 1858 gefertigt hat.

Carl Ferdinand Sohn (1805-1867) war Historien- und Portraitmaler und eine der Künstlergrößen der Düsseldorfer Malerschule. Mehrmals besuchte er, auch gemeinsam mit seinem Künstlerfreund, dem Landschaftsmaler Carl Friedrich Lessing, Schloss Neuwied auf Einladung des damaligen Fürsten Hermann zu Wied. Dem Onkel des Fürsten, Prinz Carl zu Wied, der ebenfalls ein begeisterter Maler war, gab er sozusagen Nachhilfeunterricht. Während dieser Aufenthalte malte Sohn Portraits der gesamten Fürstenfamilie.

Eines dieser Portraits ist das Bildnis, das nun für das Roentgen-Museum erworben werden konnte. Damals kam es in den Besitz des Prinzen Nikolaus von Nassau, des jüngeren Lieblingsbruders der dargestellten wiedischen Fürstin, der sich oft in Neuwied aufgehalten hatte und ebenfalls von Sohn portraitiert worden war. Prinz Nikolaus von Nassau wurde bekannt durch seine Ehe mit Natalie Puschkin, der jüngsten Tochter des bedeutenden russischen Schriftstellers Alexander Puschkin. Über deren Sohn und Enkel gelangte das Bild an die Urenkelin Clotilde von Rintelen, geb. Gräfin von Merenberg, die es nun dem Roentgen-Museum übergab.

Mit diesem Portrait besitzt das Roentgen-Museum nicht nur ein bedeutendes und qualitätsvolles Werk der Düsseldorfer Malergröße Carl Ferdinand Sohn, sondern auch ein Bildnis mit großer, die Stadt betreffender Historie. Die Tochter der dargestellten Fürstin Marie zu Wied war Carmen Sylva, die rumänische Königin und Schriftstellerin, die in ihrem Buch „Mein Penatenwinkel“ die Entstehung des Bildes erwähnt.

(v.li.) Museumsdirektor Bernd Willscheid, Clotilde von Rintelen (Nachfahrin des russischen Schriftstellers Puschkin), Isabelle Fürstin zu Wied und Maximilian Fürst zu Wied vor dem Portrait der Fürstin Marie zu Wied.Foto: Theodor Schmitt

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