Allgemeine Berichte | 10.09.2018

Vortrag am Mons-Tabor-Gymnasium in Montabaur

„Präsident der Reichen“

Werner Zettelmeier referierte zur Politik des französischen Staatspräsidenten

Werner Zettelmeier beleuchtete vor den interessierten Zuhörern die Politik Emanuel Macrons und das deutsch-französische Verhältnis. privat

Montabaur. „Präsident der Städter“, ja sogar „Präsident der Reichen“: Viele Franzosen, vor allem auf dem Land, sind nicht zufrieden mit ihrem neuen Präsidenten, sagte Werner Zettelmeier in der Abendveranstaltung des Mons-Tabor-Gymnasiums. Im Rahmen der 150-Jahr-Feier der Montabaurer Schule sprach der ausgewiesene Frankreich-Kenner zur Politik des neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Das erste Jahr ist vorbei, und schon hat Macron seinen prominentesten Minister verloren: Nicolas Hulot, durch seine Natur-Fernsehsendungen in Frankreich bestens bekannt, warf vor ein paar Tagen das Handtuch. Der Grund: Er bekomme keinerlei Unterstützung bei seinen Bestrebungen zu einer ökologischen Wende – ein herber Rückschlag für den Präsidenten.

Die Wahl des vorher relativ unbekannten Macron entsprach, so der Referent, „einem diffusen Wunsch der Franzosen, etwas Neues zu versuchen“. Dabei sei es schwierig, notwendige Reformen durchzuführen in einem Land, in dem die Menschen auf die Straße gehen, damit alte Strukturen erhalten bleiben.

Natürlich auch im Blickpunkt von Zettelmeier: das deutsch-französische Verhältnis. Nach langer Zeit des Schweigens auf deutscher Seite (die langen Koalitionsverhandlungen) kam endlich wieder ein Dialog zustande. Indes: Auch hier zeigten sich rasch Differenzen. Beispiel: Während Macron sich einen EU-Haushalt wünscht, der in Europa ausgleichend wirken könnte (ähnlich dem Länderfinanzausgleich in Deutschland), wird dieser Vorschlag in Berlin, verständlicherweise, nur verhalten aufgenommen.

Der Referent verstand es in besonderer Weise, das Frankreichbild seiner Zuhörer zu erweitern.

Der Ausblick? Nach acht Wochen Ferien hat jüngst der Schulunterricht wieder begonnen (rentrée), und auch zahlreiche Betriebe haben ihre Produktion wieder hochgefahren. „La rentrée sera chaude“, so Zettelmeier abschließend, was soviel heißt wie: Für Macron beginnt jetzt eine heiße Zeit.

Einen heißen und lang anhaltenden Applaus hingegen gab es in der Aula des MTG für Werner Zettelmeier von den etwa 150 Zuhörern. Die ließen sich vor und nach dem Vortrag außerdem Köstlichkeiten „à la française“ schmecken, liebevoll zubereitet von der Fachschaft Französisch.

Werner Zettelmeier beleuchtete vor den interessierten Zuhörern die Politik Emanuel Macrons und das deutsch-französische Verhältnis. Foto: privat

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