Allgemeine Berichte | 26.07.2016

Freundeskreis Evangelischer Stift St. Martin blickt auf 50-jähriges Bestehen zurück

Praktische Form der Nächstenliebe

Der neu gewählte Vorstand des Freundeskreises Evangelischer Stift St. Martin und sein Beirat (von links): Lydia Schwall, Birgit Iversen-Hellkamp, Tina Benninghoff-Gottschlich (Vorsitzende), Werner Kern, Siegfried Preuß, Peter Ginzel und Ursula Klaffke. Es fehlt Heinz Schwartz.privat

Koblenz. Auf sein 50-jähriges Bestehen kann in diesem Jahr der Freundeskreis Evangelischer Stift St. Martin zurückblicken. Von einer großen Jubiläumsfeier hat die Vereinsführung jedoch aus Kostengründen abgesehen. Das Geld soll lieber für die Förderung des Evangelischen Stifts, des dazugehörigen Altenheims und des Hospizes eingesetzt werden. Bei der Mitgliederversammlung gab das Jubiläum Anlass, eine kleine Rückschau zu halten. Der Freundeskreis Evangelischer Stift St. Martin ist 1966 aus dem Kirchbauverein der evangelischen Christuskirche in Koblenz hervorgegangen. Dieser Verein hatte an der Beseitigung der Kriegsschäden an dem Gotteshaus und Gemeindeeinrichtungen wertvolle Arbeit geleistet. Als dies weitgehend abgeschlossen war, suchten die 250 Vereinsmitglieder nach einem neuen Betätigungsfeld. Dies fanden sie in der „praktischen Form der Nächstenliebe“, so die Vereinssatzung, indem das einzige evangelische Krankenhaus in Koblenz ideell und finanziell unterstützt wurde. In der Person des damaligen Verwaltungsdirektors Gerd Dern gab es einen engagierten und dankbaren Mitstreiter im Evangelischen Stift. Während der ersten Jahre kümmerten sich einige Mitglieder des Freundeskreises auch um die Patienten, indem sie ehrenamtlich kleinere Aufgaben übernahmen, die außerhalb der medizinischen und pflegerischen Betreuung lagen. Diese Hilfen gingen 1976 an die Evangelische Krankenhaushilfe, die „Grünen Damen und Herren“, über.

150 Mitglieder

In den vergangenen 50 Jahren haben die Vereinsmitglieder - heute sind es 150 - mit ihren Beiträgen sowie die einmaligen Spender mehr als eine Million Euro zum Wohl der Patienten und Mitarbeiter zur Verfügung gestellt.

Die Bandbreite der Anschaffungen durch den Freundeskreis reicht von Bildern für die Patientenzimmer, Mobiliar, Spezialbetten für übergewichtige Patienten bis hin zu medizinischen Geräten oder allgemeinen Spenden für die Palliativstation. Ein kürzlich beendetes großes Projekt war die Ausstattung eines Raums, in dem Angehörige in Würde und in einem ansprechenden Ambiente von ihrem Verstorbenen Abschied nehmen können. Weiteres Geld fließt in die Erstattung von Fahrtkosten für die ehrenamtlich Tätigen „Grünen Damen und Herren“. Im Gegenzug unterstützen die durch die Einnahmen aus ihrem Advents- und Bücherbasar den Freundeskreis.

Bei der Mitgliederversammlung 2016 schwang verständlicherweise etwas Stolz mit auf das in den vergangenen 50 Jahren Geleistete. In Anwesenheit der Ehrenvorsitzenden des Freundeskreises, Christa Schubkegel, die den Verein von 1992 bis 2010 geleitet und maßgeblich mitgeprägt hat, gab es Neuwahlen zum Vorstand.

Sie brachten folgendes Ergebnis: Vorsitzende Tina Benninghoff-Gottschlich, Stellvertreter Siegfried Preuß (gleichzeitig Kassierer) und Birgit Iversen-Hellkamp. Der bisherige Vorsitzende Werner Kern war nicht mehr angetreten, arbeitet aber weiter im Beirat mit. Diesem gehören auch Lydia Schwall, Ursula Klaffke, Heinz Schwartz und Peter Ginzel an.

Jubiläum wird gewürdigt

Aber so ganz ohne Würdigung des halben Jahrhunderts Vereinsgeschichte soll das Jubiläumsjahr doch nicht ablaufen: Im September ist im Evangelischen Stift eine Veranstaltung geplant, bei der der Freundeskreis auf seine Geschichte zurückblickt, seine Aktivitäten vorstellt und vielleicht den ein oder anderen Besucher als Vereinsmitglied oder Spender gewinnen kann.

Der neu gewählte Vorstand des Freundeskreises Evangelischer Stift St. Martin und sein Beirat (von links): Lydia Schwall, Birgit Iversen-Hellkamp, Tina Benninghoff-Gottschlich (Vorsitzende), Werner Kern, Siegfried Preuß, Peter Ginzel und Ursula Klaffke. Es fehlt Heinz Schwartz.Foto: privat

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