Allgemeine Berichte | 08.10.2021

Aktuelle Buchvorstellung

Premierenlesung „Blau-Auge“

Quelle: VG Mendig

Mendig/Köln. Eine die Jahrhunderte überspannende Geschichte von Liebe, Verrat und Habgier in der Vulkaneifel Romandebut der aus Mendig stammenden Schriftstellerin Jasna Mittler verbindet reale historische Figuren und Ereignisse mit fiktionalen Elementen

In ihrem Roman „Blau Auge“ (Verlag Schruf& Stipetic, Berlin), blickt Jasna Mittler auf den hiesigen Vulkanismus und wie er das Leben der Menschen über Generationen hinweg geprägt hat. Die Autorin stammt selbst aus einer alteingesessenen Mendiger Bildhauerfamilie. Nicht nur im Stadtbild von Mendig, sondern auch im Umland sind Skulpturen ihres Vaters Peter Mittler (1946 bis 2004) zu finden. Neben ihm waren auch der Groß-, Urgroß- und Ururgroßvater sowie zahlreiche weitere Verwandte als Steinmetze und Bildhauer tätig. Erst in der Generation der Autorin ist diese Familientradition abgebrochen. Stattdessen hat Jasna Mittler dem Stein- und Bildhauerberuf nun ein literarisches Denkmal gesetzt.

Der Roman bewegt sich auf zwei Zeitebenen. In der zeitgenössischen Rahmenhandlung kehrt Hanna Klopp, die Tochter eines Bildhauers, nach dem Tod ihres Vaters aus Berlin nach Mendig zurück. Die junge Frau vollendet die letzte Skulptur des Vaters und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis. Die Spur eines sagenumwobenen Kristalls führt sie von der Vulkaneifel bis nach Paris.

Eingebettet in die Rahmenhandlung wird ein historischer Zeitraum von fast 150 Jahren betrachtet (1783 bis 1924). Jasna Mittler verknüpft die Geschichte der Region dabei mit der Geschichte der historischen Persönlichkeiten René Just und Valentin Haüy, zweier Brüder, die im 18. und frühen 19. Jahrhundert in Frankreich lebten. René Just Haüy, seinerzeit ein berühmter Mineraloge und Mitbegründer der Kristallografie, ist der Namensgeber der im hiesigen Vulkangestein zu findenden „Haüyne“ - blauer Minerale, die auch als Schmuckstein begehrt sind. Sein Bruder Valentin Haüy gründete das erste europäische Blindeninstitut und gilt als ein Vorreiter der Blindenschrift. Im Roman „Blau Auge“ reisen die beiden Brüder im Jahr 1783 von Paris nach Maria Laach, wo dem Mineralogen ein besonders großer Haüyn verehrt wird – der titelgebende Kristall „Blau Auge“ .

Der Roman folgt der Spur des Kristalls durch die sogenannte „Franzosenzeit“ und die Befreiungskriege, den Ersten Weltkrieg und den Rheinischen Separatismus. Dabei stehen vor allem die Orte Mendig, Maria Laach und Koblenz sowie das Umland im Fokus.

Die seit vielen Jahren in Köln lebende Schriftstellerin Jasna Mittler ist bisher besonders für ihr Weihnachtsbuch „Der heilige Erwin“ bekannt (Ullstein Verlag, Berlin). Mit „Blau Auge“ legt sie ihr Debut als Romanautorin vor.

Lesung am 23. Oktober in der Laacher-See-Halle

Die Premierenlesung des Buchs findet am 23. Oktober um 19 Uhr in der Laacher See Halle in Mendig unter Einhaltung der geltenden Coronavorschriften / 2G Regel statt. Der Eintritt ist kostenfrei, Einlasskarten aber notwendig. Diese sind bei Tabakwaren Blum, Poststraße 27 oder Modehaus Mintgen, Teichwiese Mendig 15 in Mendig erhältlich.

Jasna Mittler: Blau-Auge

Roman ca. 320 S.

Klappenbroschur, 13,90 Euro

ISBN 978-3-944359-61-8

Quelle: VG Mendig

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