Theaterverein Frohsinn Fanfarencorps der Landsknechte Wormersdorf
Prinz Heinz I. und Prinzessin Helga I. regieren die Jecken
Wormersdorf. Im „Land der Liebe“ gibt es nun schon seit 29 Jahren in ununterbrochener Reihenfolge erwachsene Tollitäten, und auch diesmal verspricht das Prinzenpaar eine unvergessliche Session. In einer stimmungsvollen Proklamationssitzung übernahmen Heinz I. (Born) und Helga I. (Nekes) das Kommando über die knatschfidelen Jecken im prall gefüllten Turnhallen-Gürzenich.
Große Karnevals-Erfahrung
Das neue Prinzenpaar hat große Karnevals-Erfahrung. Unzählige Male war Prinz Heinz I. (Born) Chefadjutant der Wormersdorfer Tollitäten, doch in dieser Session steht er selbst im Mittelpunkt des Geschehens. Prinzessin Helga I. (Nekes) war ebenfalls schon mehrfach als Adjutantin aktiv, allerdings im Nachwuchsbereich bei diversen Wormersdorfer Kindertollitäten. Der Prinz habe sich als Sprecher des Elferrats des Theatervereins „Frohsinn“ Fanfarenkorps der Landsknechte Wormersdorf, dessen langjähriger Sitzungspräsident er war, von ganzem Herzen der fünften Jahreszeit verschrieben, erläuterte Sitzungspräsident Stefan Meier. Darüber hinaus ist er auch noch Präsident der Föderation Europäischer Narren (FEN) des Kreises Mittelrhein/Eifel. Prinzessin Helga I. wohnt seit 18 Jahren in Wormersdorf, ist Mitglied der „Fidelen Burgfrauen“ und in der fünften Jahreszeit immer überaus aktiv. Die neuen Tollitäten werden von nicht weniger als 15 Adjutanten unterstützt mit Schiffsadjutantin Roswitha Born an der Spitze. Da praktisch der komplette Elferrat als Adjutanten dienen darf, gab es erstmals seit langer Zeit eine Proklamationssitzung ohne Elferrat im Hintergrund.
Feierliche Proklamation
Ortsvorsteher Günther Zavelberg, der zusammen mit Vizebürgermeister Claus Wehage und Vizelandrätin Silke Josten-Schneider die Proklamation vornahm, war wie in jedem Jahr hellauf begeistert von der Stimmung im Saal. Und Wehage hatte sogar einen humorvollen Schüttelreim auf das neue Prinzenpaar von Wormersdorf gedichtet, während Vizelandrätin Schneider schon jetzt alle Rheinbacher Tollitäten zum Prinzenempfang des Kreises nach Siegburg ins Kreishaus einlud. Wie es in Wormersdorf so üblich ist, wurde im Verlaufe des Abends ein jeckes Lied nach dem anderen zu Ehren der neuen Tollitäten zum Besten gegeben.
Musikalische Untermalung
Allen voran das unvergleichliche Fanfarenkorps der Landsknechte, das einmal mehr unter Leitung von Bernd „Dille“ Klick die Tollitäten in den Saal spielte und unermüdlich mit Pauken und Trompeten für ausgelassene Stimmung im Saal sorgte. Gefühlte zwei Dutzend Mal erklang auch diesmal der unverwüstliche Karnevalshit „Einmal Prinz zu sein“, und auch „Seemann, lass das Träumen“ wurde ein ums andere Mal gesungen, während die Narrenschar dem Prinzenpaar zujubelte. Noch eine Strophe mehr, und die Trompeter hätten wohl ein Sauerstoffzelt benötigt, deshalb mussten die Lippen zwischendurch immer wieder ordentlich mit Bier benetzt werden, um nicht zu verkrampfen.
Abschied
Da tat auch der Abschied vom scheidenden Prinzenpaar Prinz Karl Heinz I. und Prinzessin Gaby II. (Lambertz) nur noch halb so weh. Die schwoften ihren letzten Tanz zum Hit „Ruud sinn de Rosen“, bevor sie die Insignien ihrer Macht abgeben mussten. Die Proklamationssitzung geizt nicht mit närrischen Höhepunkten, so trat das Stadtsoldatencorps Rheinbach mit Kommandant Willi Hohn ebenso auf wie die „Heinzelmännchen“ und die „Tomburgspatzen“ der „Fidelen Burgfrauen“. Das Männerballett aus Reifferscheid legte einen eleganten Tanz aufs Parkett, für ordentlich Stimmungsmusik sorgte die Band „Flönz“, bevor weit nach Mitternacht, nach dem Schlusslied, zum letzten Mal für diesen Tag der Ruf durch den Saal schalte: „Dreimool von janzem Häzze: Wormerschdörp Alaaf!“
Die Tanzgarden der Fidelen Burgfrauen Wormersdorf glänzten bei der Proklamationssitzung mit ihren Auftritt.
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