Proklamation in der Meckenheimer Jungholzhalle
Prinzessin Johanna I. regiert das närrische Volk
Meckenheim. Zum allerersten Mal in der Geschichte der Rosenstadt regiert eine Soloprinzessin über die Meckenheimer Narrenschar. In einer stimmungsvollen Proklamationssitzung in der Jungholzhalle, die deutlich mehr Zuspruch verdient gehabt hätte, proklamierte Bürgermeister Holger Jung Prinzessin Johanna I. (Keßel) zur alleinigen Regentin, zumindest bis zum Aschermittwoch. Denn dann soll sie die Stadtgeschäfte wieder geordnet an ihn zurück übergeben, und das ließ er sich sogar auf einer speziell angefertigten Proklamationsurkunde von der werdenden Tollität unterzeichnen. „Sonst müssen wir das Ganze hier abbrechen“, scherzte er bei seiner allerersten Proklamation in der Jungholzhalle. Leider war kein Schreibpult in Reichweite, sodass der Bürgermeister selbst seinen Rücken für die Unterschrift der Prinzessin hinhalten musste.
Mit der Überreichung der Insignien trat Prinzessin Johanna I. (Keßel) in die Fußstapfen ihrer Eltern und Großeltern, denn beide Vorgänger-Generationen hatten sich schon als Prinzenpaar in die Chronik der Meckenheimer Karnevalisten eingetragen: die Großeltern Hans II. und Irmgard I. (Mandt) in der Session 1977/78 und die Eltern Helmut I. und Beate I. (Keßel) in der Session 1989/90. Die 26-jährige Physiotherapeutin wurde übrigens gleich nach ihrer Geburt Mitglied im Stadtsoldaten-Korps, wie Jung verriet, und hat mittlerweile alle Abteilungen des Vereins durchlaufen. Noch heute ist sie aktiv in der Damen- und Schautanzgruppe. Außerdem ist sie auch noch ein tatkräftiges Mitglied der Löschgruppe Meckenheim der Freiwilligen Feuerwehr.
Sie will Prinzessin für alle sein
Mit ihrer Proklamation erfüllte sie sich einen langgehegten Traum. „Es war nie die Frage, ob, sondern wann ich mir diesen Kindheitstraum erfülle“, sagt sie und blickte optimistisch in die Session, denn sie will den Menschen, gerade wegen der schwierigen aktuellen Situation, wieder „Spaß an der Freud“ zurückbringen. Dabei will sie eine Prinzessin für alle sein, egal welcher „colör“. Demgemäß hat sie auch im Motto für die Session ausgewählt: „Im Hätze jood - met Tradition im Blood“. Doch es dauerte lange, bis sie ihre Tour durch den ganzen Saal beendet hatte und unzählige Strüssjer, Kamelle und jecke Kleinigkeiten verteilt hatte, während sich die Musikzüge der Stadtgarde und der Prinzengarde auf der Bühne musikalisch duellierten.
Zuvor schon hatte Schultheiß Peter Klee die traurige Aufgabe übernommen, das scheidende Prinzenpaar Juppi I. (Schoenenberg) und Regina I. (Gutzeit) zu verabschieden, die auf eine besonders lange Regentschaft zurückblicken konnten. Die Tanzgruppe der Stadtgarde Meckenheim legte zu ihren Ehren noch einmal einen sehenswerten Tanz aufs Parkett, bevor die Showtanzgruppe vom „Jecken Stammtisch“ in farbenfrohen Kostümen das Tanzbein schwang. Tänzerinnen der Prinzengarde Meckenheim sowie deren Schautanzgruppe zeigten ihr Können, und Sänger Matthias Nelles brachte ordentlich Stimmung in den Saal.
JOST
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