Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord
Probebohrungen für neue Fischwechselanlage
Koblenz. Für Fische sind die Wanderungen zu ihren Laichplätzen flussaufwärts lebensnotwendig. Ziel der Landesregierung ist deshalb die Wiederherstellung der Durchgängigkeit von Fließgewässern. Die Mosel spielt dabei eine besondere Rolle, da sie und ihre Nebengewässer im Einzugsgebiet des Rheins große Laich- und Jungfischhabitate aufweisen. In den Jahren 1958 bis 1964 hat die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes den Fluss zu einer Schifffahrtsstraße mit 14 Staustufen ausgebaut. Für die flussaufwärts wandernden Fische wurden dort Fischpässe errichtet, die nach den heutigen Erkenntnissen nicht mehr die Anforderungen erfüllen.
„Die Fischwechselanlage Lehmen ist die zweite von insgesamt zehn Anlagen an der Mosel bis nach Trier, die in den kommenden Jahren von der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord mit Finanzierung durch den Bund neu gebaut werden sollen“, so SGD Nord-Präsident Dr. Ulrich Kleemann. Für den Neubau der derzeit noch im Planfeststellungsverfahren befindlichen Fischwechselanlage in Lehmen wird die SGD Nord in den nächsten Tagen ergänzende Baugrunduntersuchungen durchführen lassen. Dazu werden an der Bundesstraße 49 im Bereich des Moselkraftwerks Lehmen, zwischen Niederfell und Oberfell, bis in eine Tiefe von 20 Metern zwölf Erdbohrungen durchgeführt. Ein Teil dieser Bohrlöcher wird als dauerhafte Messstelle ausgebaut, um die Grundwasserströme zu erfassen. Außerdem werden Pumpversuche unternommen, die die Durchlässigkeit des Untergrundes erschließen sollen. Einige Bohrungen müssen auch in der Straßenfläche hergestellt werden. Daher ist zeitweise eine einseitige Sperrung der B49 erforderlich, die mit Verkehrsbeeinträchtigungen verbunden sein wird. Die Baugrunduntersuchungen werden durch das Ingenieurbüro Immig und Viehmann, Koblenz, und die Erkundungsbohrungen durch die Firma Stölben, Zell, ausgeführt. Die Arbeiten beginnen in der 11. Kalenderwoche und werden voraussichtlich Ende April abgeschlossen. Die SGD Nord bittet die betroffene Bevölkerung um Verständnis. Es wird angestrebt, die von den Arbeiten ausgehenden Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr so gering wie möglich zu halten.
Pressemitteilung Struktur- und
Genehmigungsdirektion Nord
