Allgemeine Berichte | 28.08.2016, 13:30 Uhr

Bürgerinitiative „Lebenswerte Stadt“

Programm der Ausstellung „Geht doch!“

Ausstellung gut sanierter Häuser im Barocksaal des Westend-Hotels Neuenahr

Das bemerkenswerte Äbtissinnenhaus. Axel Wetter
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Bad Neuenahr. Viele Alt-Neuenahrer verbinden mit dem Barocksaal des ehemaligen Grandhotels „Westend“, Hauptstraße Ausgelassenheit und Schwoof bis tief in die Nacht. Andere kennen ihn als Kantine für Mitarbeiter der Bundeswehr. Nun ist er ein wenig zum Synonym für die Entwicklungen in der Stadt geworden, in der Altbauten nicht immer einen leichten Stand haben. Anlässlich des „Tages des Offenen Denkmals“ stellt die Bürgerinitiative „lebenswerte Stadt“ gemeinsam mit der „Stiftung Denkmalschutz“ vom 11. bis zum 18. September im Saal ein Dutzend, von Privatleuten sanierte Altbauten aus dem Stadtgebiet vor. Es sind sowohl größere Projekte, wie Villen, aber auch einfachere Wohnhäuser, sodass eine gute Bandbreite von Erhaltungsmaßnahmen abgedeckt wird. Besonderes Highlight wird sicherlich der Einblick in die Sanierung des Äbtissinnenhauses, Marienthal werden.

„Es ist wunderbar, wie viele Menschen aus eigenem Antrieb historische Bausubstanz mit Herzblut und Fingerspitzengefühl erhalten. Wir wollen auch denen Mut machen, die sich mit dem Gedanken tragen, selbst einen Altbau der Nachwelt zu erhalten, und Sanierer miteinander ins Gespräch bringen“, so Markus Hartmann, einer der Initiatoren der BI. Ihr Ansatz ist: Erhalt historischer Bausubstanz und gute Weiterentwicklung der Stadt verhindern Auswechselbarkeit und Gesichtslosigkeit und fördern Attraktivität, Tourismus und Wirtschaft.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Die Ausstellung ist am Sonntag, 11. September von 11 bis 18 geöffnet, an den folgenden Tagen von 14 bis 18 Uhr.

Weitere Programmpunkte

Zu diesen Terminen sind alle Interessierten Willkommen. Es werden keine Eintritte erhoben. Spenden für die Kosten und die Arbeit der BI sind erlaubt.

Saniererstammtisch: Dienstag, 13. September, 19.30 Uhr. Die Häuslesanierer sind eingeladen, ihre Projekte vorzustellen. Anschließend stehen sie zum Gespräch zur Verfügung. Die BI möchte so eine Gelegenheit schaffen, sich kennenzulernen, untereinander zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und zu teilen. Etliche Sanierer haben schon ihr Kommen zugesagt.

Sehschule Kurgarten: Donnerstag, 19.30 bis 21.30 Uhr, ab Barocksaal. Die Zukunft der einzigartigen Konzert- und Trinkhalle, Lesesaal und Wandelgang sowie Kolonnaden ist ungewiss. Eine Sehschule soll den Blick für die grandiose Architektur schärfen. Referent ist Dr. Martin Bredenbeck, Geschäftsführer des Rheinischen Vereins für Denkmalschutz und Landschaftspflege.

Netzwerktreffen Initiativen: Samstag, 16 bis 18.30 Uhr, Barocksaal. Viele Initiativen ähnlicher Couleur gibt es im Umland. Die BI lädt ein, sich und das eigene Engagement vorzustellen, kundzutun, was einen umtreibt und so das Wirken der anderen kennenzulernen, davon zu profitieren, den Schulterschluss zu wagen. Eingeladen sind zwölf Initiativen aus Stadt und Umland. Mehr Informationen über die BI auf www.lebenswertestadt.jimdo.com.

Das bemerkenswerte Äbtissinnenhaus. Foto: Axel Wetter

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