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Projektstart im Kreis Ahrweiler

Projekt HandinHand soll helfen, Versorgung chronisch kranker Menschen zu verbessern

Patientenversorgung verbessern – Hausärzte entlasten - bundesweites Modellprojekt wird vom Innovationsfonds gefördert

Projekt HandinHand soll helfen, Versorgung chronisch kranker Menschen zu verbessern

Der Förderbescheid ist da, jetzt kann es losgehen: Projektleiter Prof. Dr. Gunther Lauven (Mitte) und Dr. Michael Berbig, der Vorsitzende des Ärztenetzes Kreis Ahrweiler, zusammen mit (von links) Projektmanagerin Elena Faber sowie Silke Doppelfeld und Stefanie Klein, die das Pflegeexperten-Center leiten werden. Foto: Marienhaus

18.03.2020 - 09:17

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „Ich freue mich, dass es jetzt endlich los geht und dass dieses Projekt bei uns im Kreis Ahrweiler durchgeführt wird“, sagt Dr. Michael Berbig. Das Projekt, von dem der Vorsitzende des Ärztenetzes im Kreis Ahrweiler spricht, heißt HandinHand und zielt darauf ab, die Versorgung chronisch kranker älterer Menschen gerade im ländlichen Raum zu verbessern. In diesem Modellprojekt arbeiten Hausärzte, die im Ärztenetz organisiert sind, und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegeexperten-Centers eng zusammen, eben Hand in Hand. – Das Konzept für dieses Modellprojekt hat die Marienhaus Unternehmensgruppe entwickelt, sie betreibt auch das Pflegeexperten-Center. Vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses wird das Projekt, das auf drei Jahre befristet ist und wissenschaftlich begleitet wird, mit rund 8 Millionen Euro gefördert.

„Wir werden uns gezielt um ältere Patienten kümmern, die chronisch krank, oftmals multimorbid und nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft die Arztpraxis aufzusuchen“, erläutern Silke Doppelfeld und Stefanie Klein. Die beiden sind erfahrene Pflegekräfte, stammen aus der Region, haben lange Jahre auf der Intensivstation des Krankenhauses Maria Hilf in Bad Neuenahr gearbeitet und leiten das Pflegeexperten-Center. Zum Team gehören weiterhin zehn examinierte Pflegekräfte, die über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung verfügen und Freude daran haben, ihr Wissen durch ein Studium zu vertiefen und zu erweitern. Denn, so erläutert Projektleiter Prof. Dr. Gunther Lauven, im Rahmen dieses Modellprojektes absolvieren die Pflegekräfte an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar ein berufsbegleitendes Studium der Pflegeexpertise.

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat als Konsortialpartner großes Interesse daran, dass HandinHand im Kreis Ahrweiler erfolgreich durchgeführt wird. „Unser Ziel ist es, die langfristige Behandlung zum Wohle unserer Versicherten durch das neue Versorgungsprojekt HandinHand so auszugestalten, dass durch das engmaschige Betreuungskonzept dem Anspruch einer qualitätsgesicherten Betreuung noch besser als bisher begegnet werden kann. Daher freuen wir uns über den gelungenen Start“, sagt Christiane Firk, Bevollmächtigte des Vorstandes der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse.

Das Projekt HandinHand ist ein neues und innovatives ergänzendes Angebot zur Versorgung von älteren chronisch kranken Menschen gerade im ländlichen Raum. Vor dem Hintergrund, dass die Zahl der Hausärzte stetig zurückgeht, weil frei werdende Stellen nicht nachbesetzt werden können, ist es dazu angetan, die Hausärzte zu entlasten und gleichzeitig die Patientenversorgung zu verbessern.

Genau das will man auch im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes herausfinden, die auf Basis einer eigens für HandinHand programmierten „elektronischen Patientenakte“ von renommierten wissenschaftlichen Forschungsinstituten geleistet wird. Als Erfolgskriterium dabei gilt, dass dank des guten Managements der Pflegeexperten weniger Einweisungen ins Krankenhaus zur stationären Versorgung notwendig werden. Wenn dieses Ziel erreicht wird, können die Leistungen von HandinHand ggf. in die Regelversorgung übernommen werden.

Um den Erfolg valide nachweisen zu können, haben sich Silke Doppelfeld und Stefanie Klein zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen vorgenommen, in den kommenden zwei Jahren 1.500 Patienten aus dem Kreis Ahrweiler zu begleiten. Das ist ein ambitioniertes Vorhaben, aber dank der Unterstützung der Mitglieder des Ärztenetzes im Kreis Ahrweiler durchaus realistisch.

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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