Stadt Koblenz
Projekt „Stadtdörfer Rheinland-Pfalz
Konkrete Leitbilder für die drei Stadtteile Arzheim, Arenberg-Immendorf und Güls werden erarbeitet
Koblenz. Kürzlich trafen sich über 60 Bürgerinnen und Bürgern aus drei Koblenzer Stadtdörfern in der Rhein-Mosel-Halle. Trotz coronabedingtem Sicherheitsabstand und den erforderlichen Hygieneregeln wurde inhaltlich engagiert und erfolgreich zusammengearbeitet. Die von der Stadtverwaltung geschaffenen Rahmenbedingungen sorgten für eine sehr entspannte Arbeitsatmosphäre und gute Stimmung.
Das Ziel des Workshops war es herauszufinden, welche Leitbilder und Visionen für die künftige Entwicklung der drei Stadtdörfer stehen sollen und welche Leitprojekte in Zukunft die Attraktivität und das Zusammenleben im jeweiligen Stadtdorf stützen und verbessern können. Darüber hinaus war es gewünscht, Ansätze zu finden, welche die Identität des Dorfes stärken können. Auf Basis einer im Vorfeld durchgeführten Bürger*innenbefragung wurden die drei wichtigsten Zukunftsthemen je Stadtdorf identifiziert. Diese waren dann Leitschnur in den jeweiligen Stadtteilforen, in denen an verschiedenen Tischen Bürgerinnen und Bürger als „Visionäre“, „Planer“, „Ortskenner“ und als „Projektentwickler“ in verschiedene Rollen schlüpften. Anschließend wurden die Ergebnisse dieser Thementische jeweils in jedem Stadtteilforum in einer moderierten Diskussionsrunde ausgetauscht und danach zentrale Aspekte im abschließenden Gesamtplenum, in dem nochmals alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammenkamen, von den Moderatoren vorgestellt. Durch die Veranstaltung führten Planungsamtsleiter Frank Hastenteufel und Stadtimpuls-Projektleiter Tobias Brokötter.
Verschiedene Ansätze für stadtdorfbezogene Leitprojekte
Im Rahmen des Workshops ergaben sich verschiedene Ansätze für stadtdorfbezogene Leitprojekte, für weitere Teil-Projekte und zugeordnete Maßnahmen, die zusammen mit der Bürgerschaft zielgerichtet initiiert oder fortgeführt werden können. Die Leitprojekte in den drei Stadtdörfern sollen später mit finanzieller Unterstützung des Innenministeriums umgesetzt werden. Im Ergebnis eint die drei Stadtdörfer die Notwendigkeit nach „sozialen Mitten“, in der weiterhin Kultur- und Vereinsleben intensiv und vielfältig gelebt werden kann. Der Dialog von Jung und Alt, der als Kitt in der Gesellschaft fungiert, muss aufrechterhalten werden, darin waren sich alle einig. Andere Zukunftsthemen wie „Verkehr und Wegesysteme“ sowie „Natur und Landschaft“ wurden in der Zukunftsthemenbefragung von den Bewohnerinnen und Bewohnern der drei Stadtdörfer im Vorfeld des Workshops aufgerufen.
Zusammen mit den Verantwortlichen in der Stadtverwaltung, den jeweiligen Ortsvorstehern sowie den Gremien werden in der Folge konkrete Leitbilder für die drei Stadtteile erarbeitet, die sich durch entsprechende Leitprojekte und Maßnahmen manifestieren sollen. Die Aufgabe der Planer besteht nun darin, die baulich-geografische Sicht mit der Sicht auf die Menschen vor Ort in Einklang zu bringen.
Eine gesamtstädtische Lenkungsgruppe, welche aus Verwaltung, den jeweiligen Ortsvorstehern sowie aus den einzelnen Fraktionen der Stadtdörfer bestehen, wird den städtischen Gremien eine Empfehlung geben, wie die erarbeiteten Leitbilder auf Basis der identifizierten Leitprojekte mit Hilfe der zu beantragenden Landesmittel an Kontur gewinnen können. Nach der im Dezember erwarteten Entscheidung des MdI über die Anerkennung des Leitbildes und den Mittelrahmen für Umsetzung des vorgelegten Konzepts sollen dann die Leitprojektideen von der Verwaltung zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern, die sich in verschiedenen Projektgruppen organisieren können, weiter ausgearbeitet und umgesetzt werden.
Pressemitteilung Stadt Koblenz
