NaturFreunde aus Ludwigshafen bei den NaturFreunden Ortsgruppe Kettig
Projekt „Stärkenberatung“ zu Besuch
Kettig. Die NaturFreunde Deutschlands sind ein Umweltschutzverband der seit seiner Gründung in Wien 1895 in vielen Bereichen aktiv sich für die Natur, sanften Tourismus Sport und Kultur einsetzt. Aber auch in Heimatkundlichen oder sozialen Bereichen sind die Naturfreunde seit vielen Jahren sehr engagiert. In Rheinland- Pfalz gibt es knapp 40 Ortsgruppen mit über 4000 Mitgliedern. Alle OGs haben zunehmend Probleme ihre Vereinstätigkeiten entsprechend zu gestalten und zu planen. Gerade auch in Corona-Zeiten.
Zwei Ortsgruppen der Naturfreunde sind im nördlichen Rheinland-Pfalz beheimatet. Leutesdorf mit der Edmundshütte gegenüber dem Geysir und Kettig dem größten Holunderanbaugebiet Deutschlands. Alle anderen Ortsgruppen sind großteils in Rheinhessen und der Pfalz zu Hause.
Vereinsarbeit stärken, bei organisatorischen und personellen Problemen unterstützen und einfach im Austausch bleiben – das hat sich das Projekt „Stärkenberatung“ des Landesverbands der Naturfreunde Rheinland-Pfalz zur Aufgabe gemacht. In Kettig machte daher ihren Antrittsbesuch die neue Stärkenberaterin aus Ludwigshafen Ruth Hellmann und traf in Kettig drei Vertreter des Vorstands der ansässigen Ortsgruppe.
Bei der Sitzung ging es vorrangig darum, dass die 47-jährige und fünffache Mutter die Ortsgruppe kennenlernt. So konnten sowohl der Vorsitzende Oliver Hartmann als auch Ralf Arnold und Birgit Baunach vieles über die Aktivitäten und Veranstaltungen seit der Gründung der OG 1991 durch Elmar Hillesheim berichten. Seine Verdienste rund um die OG als auch verschiedene Projekte wie die Patenschaften eines Rhein-Burgen-Wanderweges, die Pflege der Streuobstwiese oder die Flüchtlingshilfe sowie die Heimatkundlichen Führungen wurden Ruth Hellmann vorgestellt. „Es ist wirklich beeindruckend, was die Kettiger alles auf die Beine stellen und wie sehr ihnen an der Zusammenarbeit mit anderen Akteuren vor Ort gelegen ist. Das stärkt den Zusammenhalt der Menschen vor Ort“, freute sich Hellmann. Aber auch die Probleme während der Corona-Krise, die sinkende Zahl an aktiven Mitgliedern oder die Neuverteilung der Aufgaben im Vorstand der Kettiger wurden besprochen. Ebenfalls ein Thema waren die Mitgliedsbeiträge für sozial Schwache. Dies war ein interessantes und viel diskutiertes Thema bei dem Austausch mit der Vertreterin des Landesverbands und der Ortsgruppe. Nach der gemütlichen Runde im Café Tante Miesche konnte Oliver Hartmann dem Gast bei einer kleinen Ortsrundfahrt neben der Kirche die Streuobstwiese und die Elmar-Hillesheim-Wiese zeigen, bevor Ruth Hellmann am frühen Abend die Heimreise nach Ludwigshafen antrat. Beiden Seiten ist viel an weiteren Treffen und Kontakthalten gelegen.
