Für Familienbesuche:
Projekt „Zeitschenker“ sucht Ehrenamtliche
Andernach. Die erste Zeit mit Baby und Kleinkind ist sehr spannend und bringt viel Neues mit sich. Häufig kommen Eltern aber auch in Situationen, in denen sie die Unterstützung und Begleitung durch die eigene Familie oder den Freundeskreis benötigen. Steht beides nicht zur Verfügung, sind helfende Hände durch Ehrenamtliche eine gute Möglichkeit, um eine kleine „Auszeit“ zu erhalten. Diese „geschenkte Zeit“ schafft Entlastung und gibt neue Kraft für den Familienalltag. Es entstehen neue Netzwerke und Kontakte zwischen den Generationen. Das Projekt „Zeitschenker“ ist eine Kooperation zwischen der Kath. Familienbildungsstätte Andernach e.V., dem städtischen Haus der Familie und den „Frühen Hilfen“ der Stadt Andernach.
Stefanie Lange, Lisa Scharrenbach und Anja Zeitz haben in den letzten Jahren sehr oft bei ihrer Arbeit mit und für Familien gesehen, dass Eltern nach der Geburt eines Kindes eines besonders brauchen: Zeit!
Zeit für sich selbst, für das Geschwisterkind, für die Partnerschaft oder für eine kleine Auszeit vom Alltag.
Aus diesen Erfahrungen ist die Idee entstanden, gemeinsam Familien die Möglichkeit zu eröffnen, eine Entlastung im oft stressigen Familienalltag zu erfahren. Hierbei haben sie alle Familien mit Neugeborenen und Kleinkinder im Blick, besonders jedoch Familien, die neu in Andernach wohnen, deren Ursprungsfamilien woanders leben, Familien mit Mehrlingen oder alleinerziehende Mütter und Väter.
In den ersten Jahren bis zum Kindergarteneintritt sollen Ehrenamtliche – meist erfahrene Mütter oder Väter – einmal in der Woche zu den Familien nach Hause kommen, um dort ihre Begleitung anzubieten. Diese kann ganz unterschiedlich aussehen: sie gehen mit den Babys oder Kleinkindern spazieren oder auf den Spielplatz, sie betreuen das Kind, damit Mutter oder Vater sich etwas Gutes tun können, sie spielen mit dem Geschwisterkind oder sie sind einfach nur da und hören zu. „Erfahrungen aus ähnlichen Projekten zeigen, dass diese Besuche eine Bereicherung für beide Seiten sind: die ältere Generation bringt einen tollen Erfahrungsschatz mit, steht den Familien mit Rat und Tat zur Seite und wird in der Regel schnell zur vertrauensvollen Bezugsperson für die Kinder. Den Senior*innen macht der Kontakt mit den Familien und Kindern viel Freude und gibt ihnen das Gefühl, gebraucht zu werden.“ erklärt Stefanie Lange.
Alle Infos zum Projekt gibt es bei den drei Kooperationspartner:
Stefanie Lange, Kath. Familienbildungsstätte Andernach e.V., 02632-250351; Lisa Scharrenbach, Haus der Familie Andernach, 02632-922350; Anja Zeitz, Frühe Hilfen Andernach, 017663853952, 9-11 Uhr .
Das Projekt wird gefördert durch die Deutsche Postcodelotterie.
