Allgemeine Berichte | 28.01.2014

Naturschutz in Bonn und dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis

Projekt Artenschutzscheune eingeweiht

Josef Jüssen und Peter Meyer vor der voll ausgestatteten Artenschutzscheune. NABU

Swisttal- Dünstekoven. Eine wohl „kreisweite“ Besonderheit war die Idee, eine sogenannte „Artenschutzscheune in Swisttal- Dünstekoven zu errichten.

Peter Meyer vom NABU- Bonn fand in dem Besitzer der Scheune Josef Jüssen einen aufgeschlossenen Mitstreiter, etwas für den Artenschutz zu tun. Beide bemängelten die fehlenden Nistmöglichkeiten in den heutigen Dörfern als „verbesserungsfähig“. Gesagt getan: In der nahe gelegenen Scheune wurde nach Möglichkeiten für die fehlenden Brutplätze ein Konzept gemacht.

Der NABU- Bonn lieferte die Nistkästen, für Schleiereule, Steinkauz, Turmfalke, Mauersegler, Mehlschwalbe, Haussperling, Bachstelze, Hausrotschwanz sowie für Insekten und Fledermäuse. Den Einbau unterstützte Jüssen mit Rat und Tat, musste für die verschiedenen Eulenkästen doch auch an ein Gerüst gedacht werden, um die schweren Holzkisten sicher anzubringen. Eine Besonderheit konnte an einer Wand der Scheune realisiert werden, dort verputzte der Besitzer einen Teil der Wand, um den Mehlschwalben das Ankleben der Nester zu ermöglichen. An der Scheune stehen außerdem sogenannte „Sitzstangen“, von wo aus Greifvögel zur Jagd gehen können.

Dieses Beispiel für mehr Artenschutz an den Dorfrändern zeigt, wie wichtig doch das Engagement zwischen Privatpersonen und Umweltschutz ist - Nachahmungen sind erwünscht.

Weitere Informationen erhalten Interessierte beim NABU-Bonn, Waldstraße 31, 53913 Swisttal- Dünstekoven, Tel. (0 22 54) 84 65 37.

Josef Jüssen und Peter Meyer vor der voll ausgestatteten Artenschutzscheune. Foto: NABU

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