Allgemeine Berichte | 02.12.2022

Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler benötigt Unterstützung

Projekte und Ideen warten auf Ehrenamtliche

Der Methodenkoffer der Zukunftswerkstatt.Foto: Bischöfliche Pressestelle Trier

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zu wenige junge Menschen sind aktiv, die Gottesdienstbesuchenden werden immer weniger, ein Aufbruch von festgefahrenen Strukturen ist kaum zu spüren – die Liste an Klagen an die katholische Kirche ließe sich noch weiterführen. Doch der Eindruck von Resignation täuscht, dessen sind sich zumindest Engagierte aus der Pfarrei Bad Neuenahr-Ahrweiler sicher. Obwohl die Region 2021 durch das Hochwasser dramatisch zerstört wurde und auch hier Corona Spuren hinterließ, lieferte eine Umfrage positive Ideen und Vorschläge für die Zukunft des katholischen Glaubens. „Es ist wirklich ein Zeichen gegen die allgemeine Kirchendepression“, freut sich Pfarrer Jörg Meyrer. Doch die Umsetzung stellt die Haupt- und Ehrenamtlichen vor große Herausforderungen.

Im März hatte die Pfarrei eine Zukunftswerkstatt organisiert, um die Ergebnisse der digitalen und analogen Befragung zu verifizieren und gegebenenfalls zu ergänzen. Diese war entworfen worden, um abzufragen, was die Menschen vor Ort brauchen, was sie schätzen, was sie verändern und wo sie Kirche konkret mitgestalten und mit aufbauen wollen. 200 Menschen hatten damals teilgenommen; 50 waren bei der Zukunftswerkstatt. Entstanden ist daraus ein 27 Seiten starkes Dokument. „Das ist eine gute Ideensammlung, die zeigt, was sich die Menschen wünschen, was ihre Bedarfe sind“, sagt Meyrer.

Stand der Umsetzung

„Wir sind weiter mit der Bearbeitung der Ergebnisse beschäftigt“, berichtet Meyrer vom derzeitigen Stand. „Es geht jetzt darum, die Vorschläge und Anregungen strukturiert anzugehen und diese noch einmal in unseren unterschiedlichen Gremien ins Bewusstsein zu bringen“, fügt Ulrike Phiesel, stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, hinzu. Doch es fehle an allen Ecken und Enden schlichtweg an Zeit, um in Ruhe zu sondieren, was kurz-, mittel-, oder langfristig umsetzbar wäre und welcher Pfarrbezirk sich dafür eigne. „Und natürlich die Frage: Wer ist bereit, sich für das jeweilige Projekt einzusetzen?“. Damit benennt die Ehrenamtliche einen wichtigen Punkt. Zur Umsetzung werde Man- und Woman-Power benötigt. Allerdings seien viele Ehrenamtliche selbst von der Flut betroffen und privat stark eingespannt. Die Hauptamtlichen müssten sich um viele administrative Aufgaben kümmern. Daneben fehlen geeignete Räume. „Alles ist oft noch recht provisorisch, da Pläne für Räume und Gebäude noch nicht festgelegt sind“, weiß Phiesel.

Doch ein Projekt, das bereits umgesetzt ist, fällt beiden auf Anhieb ein: das Rosenkränzchen. Rund um die Rosenkranzkirche in Bad Neuenahr-Ahrweiler finden unterschiedliche Veranstaltungen statt, darunter Urban Gardening und eine ruhige für alle zugängliche Grünfläche – beides Wünsche im Zusammenhang der Zukunftskonferenz.

Meyrer und Phiesel äußern beide noch zwei Herzensprojekte, für die sie Unterstützung in Form von Mitarbeit benötigen: Meyrer möchte gerne Flut-Geschichten sammeln. „Es kann gut tun, nach einem Jahr das Erlebte aufzuschreiben, das kann eine Form der Aufarbeitung sein.“ Hier könnte er sich vorstellen, dass Interessierte beim Sichten von eingegangenen Texte helfen wie auch beim Verfassen unterstützen. „Das wäre auch etwas für Menschen, die helfen wollen, aber nicht vor Ort bei uns sein können“, räumt Meyrer ein.

Das Thema „Jugend“ beschäftigt Phiesel. „Ich wünsche mir, dass das wieder mehr belebt wird. Denn in der Kinder- und Jugendarbeit wird oft der Grundstein für das weitere (Glaubens-)Leben gelegt.“

Wer Interesse hat, an diesen oder weiteren Projekten mitzuarbeiten, kann sich per E-Mail an info@pfarrei-bnaw.de wenden. Weitere Informationen zur Umfrage gibt es auf www.pfarrei-bnaw.de/flut-und-zukunft/.

Pressemitteilung der

Bischöflichen Pressestelle Trier

Der Methodenkoffer der Zukunftswerkstatt. Foto: Bischöfliche Pressestelle Trier

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