Rettungshundestaffel Rhein-Lahn-Taunus
Prüfungen wurden abgelegt
Rhein-Lahn-Kreis. Bevor ein Hundeführer mit seinem Hund in den Einsatz gehen kann, müssen die beiden eine ganze Reihe Prüfungen absolvieren.
Teil I
Die erste Prüfung ist die Begleithundeprüfung des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen). Hier geht es um die Alltagstauglichkeit des Hundes mit Schwerpunkten im Bereich Sozialverträglichkeit, Unbefangenheit und Gehorsam (www.vdh.de/hundesport/begleithundpruefung/). Die Rettungshundestaffel Rhein-Lahn-Taunus freut sich diesen Sommer für Melanie Schönbach mit Frida, Hans-Erich Becker mit Luke, Yvonne Haupt mit Easy und Christina Becker mit Samba, die alle ihre Begleithundeprüfungen erfolgreich bestanden haben.
Als nächster Schritt müssen staffelintern eine Gerätevorprüfung und eine Vorprüfung in der Fläche und den Trümmern abgelegt werden, bevor man zur jeweiligen Hauptprüfung im BRH (Bundesverband Rettungshunde) zugelassen wird. Die Gerätevorprüfung beinhaltet unter anderem, dass der Hund kontrolliert zum Beispiel über ein Wackelbrett oder eine Leiter läuft. Bei der Vorprüfung in der Sparte „Flächensuche“ muss das Team in einem Gebiet von 30.000 qm eine unbekannte Zahl (bis zu drei) Personen innerhalb von 25 Minuten finden. Wenn die Vorprüfungen bestanden sind, kann das Team die Hauptprüfung des BRH (www.bundesverband-rettungshunde.de) angehen. Bei der Hauptprüfung „Fläche“ gelten die gleichen Prüfungsbestimmungen wie schon bei der Vorprüfung in der eigenen Staffel.“ Fläche“ heißt die Suche im Wald oder auf der angrenzenden Wiese nach hilflosen Personen (wie zum Beispiel Suizidopfer oder demenzkranke Personen). Die zweite Sparte ist die „Trümmersuche“. Was bedeutet, dass das Team in (zerstörten) Gebäuden nach Menschen sucht (wie etwa nach einer Gasexplosion). Die Rettungshundestaffel Rhein-Lahn-Taunus (www.rhs-rhein-lahn-taunus.de/) ist stolz auf Yvonne Haupt mit Easy, Benno Riehl mit Paula und Hans-Erich Becker mit Luke, die die Hauptprüfung Fläche bestanden haben. Bevor die Teams dann die ersehnte Einsatzfähigkeit erlangen, müssen sie noch eine „Einsatzüberprüfung“ bestehen.
Teil II
Nach dem die Hauptprüfung absolviert ist, gilt es eine letzte Prüfung zu bewältigen – die Einsatzüberprüfung! Das angehende Einsatzteam muss drei Suchgebiete, eine Gesamtfläche von circa 250.000 qm, unter Einsatzbedingungen absuchen. Der Hundeführer muss sich eine Strategie überlegen und die Suche entsprechend angehen. Er darf aber auch den Gelände- und Wetterbedingungen entsprechende Pausen für seinen Hund nicht vergessen.
Die Staffel Rhein-Lahn-Taunus freut sich über die tolle Leistung von Hans-Erich Becker und seinem Flat Coated Retriever Luke, die die Einsatzüberprüfung im August bestanden haben und als neues Team in den Einsatz gehen dürfen.
Die Prüfungen hören aber nicht auf; in jedem Jahr müssen die Teams eine Wiederholungsprüfung ablegen, um den Leistungsstand zu kontrollieren. Hier ist die Staffel sehr stolz, mitteilen zu können, dass bei den Sommer Wiederholungsprüfungen für 2016, folgende Hundeführer mit ihren Hunden die Prüfung erfolgreich bestanden haben: Sonja Späth mit Max und Dutch, Anja Bendel mit Emil, Dr. Helmut Haller mit Zuzia und Amba, Nadine Busch mit Mila, Yvonne Haupt mit Matty, Gerhard Schneider mit Rock, Lukas Busch mit Mila und Hans-Werner Rehkop mit Blacky. Pressemitteilung
Rettungshundestaffel
Rhein-Lahn-Taunus
Hans-Erich Becker mit Luke bei der Einsatzüberprüfung.
