Allgemeine Berichte | 14.10.2022

Neuwieder Kleinkunstabend im Jungen Schlosstheater

Punk, Tanz, Zauberei und Musik

Einen in vieler Hinsicht außergewöhnlichen und überraschenden Abend erlebten die Besucher der Kleinkunstbühne Neuwied. Foto: privat

Neuwied. Einen in vieler Hinsicht außergewöhnlichen und überraschenden Abend erlebten die Besucher der Kleinkunstbühne Neuwied. Die ist seit einiger Zeit umgezogen, residiert jetzt auf der Studiobühne im „Jungen Schlosstheater“ und eröffnete die Saison vor vollen Rängen mit einem Kleinkunst-Mix der Extraklasse. Als Glücksgriff erwies sich dabei der kurzfristig eingesprungene Moderator Rainer Claaßen, der den erkrankten Salomon vertrat, und trotz der fehlenden Vorbereitungszeit gekonnt witzig und souverän durch das prall gefüllte Programm führte. Gleich zu Beginn eine weitere Überraschung: Die Kids der Tanzfabrik Mittelrhein eroberten mit temporeichen Hip Hop die Bühne und demonstrierten eindrücklich, warum sie schon manchen internationalen Titel feiern konnten. Und nicht nur der Moderator war froh, dass er nicht mittanzen musste. Schlag auf Schlag ging es dann weiter mit professioneller Comedy von Nadine Söhnert, die das Publikum schnell in ihren Bann zog und auf eine Reise mitnahm: Witzig und nachdenklich zugleich. Überraschend ruhige Töne schlug dann der eigentlich als Punk-Rocker angekündigte Ben Günstig an. Mit seiner Band „Gut und Günstig“ hatte er im Februar den Songcontest des Neuwieder Big House gewonnen. Solo traute er sich, alte Pfade mit selbst geschriebenen Songs zu verlassen und verblüffte das Publikum mit Akustik-Punk. Leider reichte die Zeit nicht für eine Zugabe, aber die wird er sicherlich geben, wenn es im Dezember auf der Kleinkunstbühne Neuwied wieder „Kunst gegen Bares“ (KGB) heißt. Publikumsliebling Phil Schmitz verzauberte dann alle. Wie man mit solch einfachen Mitteln einen derart großen Effekt erzielen kann: Unglaublich!

Er hinterließ begeisterte, ratlose Menschen, die sich fragten: Wie macht der das? Der Kölner verriet es nicht, sondern verblüffte einfach immer weiter. Nach der Pause standen gleich sechs Musiker auf der Bühne: „Nice Weekend“ aus Bonn. Mit klassischer Pop-Rock-Besetzung überzeugte die Formation nicht nur durch teilweise neue Arrangements bekannter Hits, sondern vor allem durch den Satzgesang ihrer beiden Sängerinnen. Und ein weiteres Sahnehäubchen sollte noch folgen – angekündigt wurde er von Moderator Claaßen so: „Was Helmut Schmidt für Hamburg, ist er für Neuwied: Fredi Winter.“ Und das karnevals-erprobte Urgestein der Deichstadt brauchte nur einen Barhocker, um den ganzen Saal mit kleinen Geschichten und Gags souverän und witzig zum Schmunzeln und Lachen zu bringen.

Nach deutlich mehr als zwei Stunden Programm rieben sich viele Zuschauer die Augen. Die Zeit war mit Poesie und Punk, mit Tanz, Zauberei und viel Musik wie im Flug vergangen und in den nicht enden wollende Applaus versprach Moderator Claaßen: „Das machen wir bald wieder!“

Einen in vieler Hinsicht außergewöhnlichen und überraschenden Abend erlebten die Besucher der Kleinkunstbühne Neuwied. Foto: privat

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