Neues Projekt in Koblenz
„QR-Code und Erinnerungskultur“
Koblenz. „Woher kommt eigentlich die Bezeichnung Saarplatz und wer war Anton Gabele?“ Viele Straßennamen haben einen geschichtlichen Hintergrund. Aber meistens machen wir uns darüber wenig Gedanken, da die funktionale Aufgabe der Adressangabe im Vordergrund steht. Die Straßenbezeichnungen erfüllen jedoch noch weitere Zwecke: Sie stellen zum Teil über Jahrhunderte hinweg ein „kollektives Gedächtnis“ dar und sind eine Möglichkeit, verdiente Personen zu ehren und deren Wirken als Vorbilder präsent zu halten.
Allerdings sind Straßennamen immer ein Spiegel ihrer Zeit. Sie werden von den kommunalen Gremien beschlossen, die für einen bestimmten Zeitraum die Deutungshoheit zur städtischen Geschichte für sich beanspruchen. Stets spielen die aktuellen Verhältnisse – von der Weltanschauung und Kultur bis hin zu den Herrschaftsverhältnissen der jeweiligen Epoche – eine wesentliche Rolle bei der Beurteilung von Persönlichkeiten oder historischen Begebenheiten, die dann wiederum als Grundlage für eine Straßenbenennung dienen. Eine solche Bewertung kann aber zu unterschiedlichen Zeiten sehr verschieden ausfallen, sodass im Urteil nachfolgender Generationen eine Benennung mehr als Belastung denn als Ehrung empfunden werden kann und muss.
In den letzten Jahren kam es bundesweit in vielen Städten in der Bürgerschaft und in den politischen Gremien zu einer intensiven Diskussion über Straßenbenennungen, die aus heutiger Sicht Anlass zu Bedenken geben. Auch in Koblenz hat, auf Antrag des Stadtrates, eine dezernatsübergreifende Projektgruppe alle Straßennamen gesichtet und auf eine mögliche Belastung der namensgebenden Person oder des geschichtlichen Hintergrundes überprüft. Auf der Grundlage der Ergebnisse der Projektgruppe hatte der Stadtrat zu beschließen, ob Straßen umbenannt werden sollen. Allerdings haben sich die Ratsmitglieder gegen eine Umbenennung und für den Aufbau einer Erinnerungskultur entschieden. Denn einmal getilgt, ginge der Straßenname aus der Erinnerung verloren. Damit wäre zwar dem Ansatz Rechnung getragen, eine Ehrung nachträglich als nicht angebracht zu bewerten, gleichzeitig entfiele jedoch auch die Möglichkeit, sich über den Geschichtsunterricht hinaus an praktischen Beispielen im Alltag mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Mit Hilfe von QR-Code-Aufklebern können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Besucherinnen und Besucher jetzt online über die namensgebenden Personen oder den historischen Hintergrund informieren. Die Aufarbeitung der Lebensläufe durch das Stadtarchiv ermöglicht es insbesondere bei den „problematischen“ Straßennamen, sich eine eigene Meinung zu bilden und mit Hintergrundwissen eine Diskussion im Freundes- oder Bekanntenkreis zu führen. Ein Urteil im Hinblick auf die namensgebenden Persönlichkeiten muss in der Regel immer nuanciert ausfallen, da deren Lebenswege und Haltungen zu bestimmten Fragen und Themen der jeweiligen Epoche nicht selten einem Wandel unterworfen waren. Hier helfen die im Internet unter „www.koblenz.de“ aufzurufenden Texte zu verschiedenen Straßenbenennungen, ein differenziertes historisches Bild zu vermitteln. In einer ersten Realisierungsstufe wurden für ausgewählte Straßennamen Hintergrundinformationen aufbereitet. Vor Ort können QR-Codes, die in unmittelbarer Nähe zu den Straßennamenschildern aufgeklebt werden, gescannt werden, um sich den Erläuterungstext direkt anzeigen zu lassen.
Pressemitteilung der
Stadt Koblenz
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