Allgemeine Berichte | 27.11.2019

RKK Präsident Hans Mayer fordert für langjährige Ehrenamtler zusätzlichen Rentenpunkt

RKK contra Finanzminister

Männer- und Frauenvereine sind ein historisches Erbe, so Hans Mayer. Foto: privat

Koblenz. Der Präsident der RKK Deutschland Hans Mayer. blickt aktuell wütend und enttäuscht in Richtung der Bundeshauptstadt Berlin. Hintergrund ist der Plan des Finanzministeriums künftig reinen Männervereinen die Gemeinnützigkeit zu entziehen.

Damit würde aus Sicht der Karnevalisten ein Teil des närrischen Treibens entwurzelt. „Eine solche unterschiedliche Besteuerung und der Verlust der Gemeinnützigkeit würde das Aus für einige traditionelle Vereine im Karneval bedeuten. Gerade der Karneval, der in seiner Grundstruktur vorhandene gesellschaftliche Normen persifliert, hat durch diese Geschlechtertrennungen in den Vereinen das gesellschaftliche Miteinander und die Gleichberechtigung nach vorne gebracht.“ erläutert Hans Mayer die Gedanken der Karnevalisten.

Würde man den Gedanken des Finanzministers zu Ende denken, dann wären beispielsweise auch traditionelle Möhnenvereine in der Existenz gefährdet. „Gerade da würde die Unsinnigkeit deutlich.“ so Hans Mayer. Möhnenvereine wurden seiner Zeit gegründet um die Vorherrschaft der Männer im Karneval zu brechen und um auch den Frauen das Recht an der Narretei zu ermöglichen. Daher ist heute im Karneval ein reiner Männer- oder Frauenverein ein historisches Erbe, welches auf die gesellschaftlichen Normen der Vergangenheit hinweist. „Heute steht diese Trennung doch nur in den Satzungen, weil sie niemand überarbeitet hat. In Wirklichkeit jedoch feiern Männer- und Frauenvereine zusammen und bilden gemeinsam das Gesamtkunstwerk Karneval.“ ergänzt der RKK Präsident. Hans Mayer hat noch einen ganz anderen Vergleich zur Hand. „Würde jemand ernsthaft darüber nachdenken einem Fußballverein die Gemeinnützigkeit zu entziehen, weil es dort nur organisierten Männerfußball gibt?“

Für die RKK ist der Karneval in seinen Facetten und in seiner Gesamtheit vielmehr ein verbindendes Element, welches die gesellschaftliche Vielfalt fördert und betont. Offenheit und Toleranz sind die Werte, die der Karneval vermittelt. Zusätzlich erfüllt der Karneval mit seinen ehrenamtlichen Helfern eine unverzichtbare gesellschaftliche Aufgabe. „Unsere Mitgliedsvereine leisten dabei unzählige Stunden ehrenamtlicher Arbeit zum Wohle der Bevölkerung. Wir weisen neben den klassischen Aktivitäten wie Sitzungs- und Straßenkarneval besonders auf die intensive Jugendarbeit und caritativen Aktivitäten hin, die der Allgemeinheit zu Gute kommen – wohlgemerkt im Ehrenamt, welches von der Politik in den Reden als unverzichtbar bezeichnet wird.“ betont Mayer .

Anstelle dieser Einschränkung fordert der Verbandschef vielmehr eine steuerliche Besserstellung der närrischen Bewegung. „Wir fordern seit langem, dass Mitgliedsbeiträge zu Karnevalsvereinen steuerliche Anerkennung finden und langjährige Ehrenamtler einen zusätzlichen Rentenpunkt erhalten. Das wäre ein politisches Signal, welches dem Ehrenamt helfen würde.“ meint Hans Mayer. Ideen wie zuletzt geäußert seien eher kontraproduktiv und führten nur dazu, dass Ehrenamtler irgendwann vor den bürokratischen Hürden kapitulieren und die Arbeit für die Allgemeinheit einstellen würden, malt Mayer ein dunkles Zukunftsbild. „Das kann doch nicht der politische Wille sein.“ so Mayer, „denn schließlich geht es im Karneval nicht um nach gerichtete Vereine, die das andere Geschlecht diskriminieren.

Pressemitteilung

RKK Deutschland

Männer- und Frauenvereine sind ein historisches Erbe, so Hans Mayer. Foto: privat

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