Pfarreiengemeinschaft Cochem
Radkirche
Cochem. Im Fokus einer etwa dreistündigen Fahrradtour ab Cochem steht die Erinnerung an die Geschehnisse im sogenannten „Dritten Reich“. Versierte Referenten werden an drei Stationen Geschichte vergegenwärtigen: Br. Michael Ruedin FFSC spricht am Gedenkstein für durch Euthanasie ermordete Menschen mit Beeinträchtigung des Franziskanerklosters Ebernach; Manfred Ostermann spricht an den Gedenksteinen für ermordete Zwangsarbeiter des Arbeitslagers Kochem-Bruttig-Treis; Hermann Kockler, Studienrat a.D., spricht an der Gedenktafel für den im KZ Dachau ums Leben gekommenen Märtyrerpriester Jakob Ziegler.
Die kurzen Vorträge vor Ort – exemplarisch ergänzt mit Hinweisen auf die Geschichte einer jüdischen Familie in Sehl, die teils durch Emigration gerettet und teils durch den Holocaust ausgelöscht wurde – möchten motivieren, Handlungsperspektiven für heute zu gewinnen. Im Jahr 2018 feiert man 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, eine Antwort der Vereinten Nationen auf die totalitären Regimes im 20. Jahrhundert. Es gilt, auch im Jahr 2018 eine Sensibilität zu bewahren für die Würde eines jedes Menschen – um jedem Versuch, Menschen aufgrund einer Kosten-Nutzen-Rechnung auszulöschen oder abweichende politische Einstellungen und Weltanschauungen zu diskreditieren sowie einen anderen Lebensstil zu verurteilen, entschieden entgegenzutreten. „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“, wusste bereits Rosa Luxemburg. Termin ist Mittwoch, 4. April, 14 bis etwa 17 Uhr, Ab Parkplatz Sehler Anlagen 9 bei Radsport Schrauth. Im Anschluss an die Tour besteht gegen 17 Uhr die Gelegenheit zum Austausch und zu einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Pfarreiengemeinschaft Cochem, Herbert Hilken, im Café Germania Cochem. Am Gespräch Interessierte sind herzlich eingeladen, dazu zu kommen.
Mehr Informationen bei Veronika Raß, Pastoralreferentin im Dekanat Cochem, E-Mail veronika.rass@bistum-trier.de, Tel. (01 51) 12 23 71 15.
