SG Herschbach-Schenkelberg
Radler auf Jahrestour im Herzen Bayerns
Herschbach. Die Senioren-Radler und Ex-Kicker der SG Herschbach-Schenkelberg unternehmen seit 2003 mehrtägige Touren zumeist auf Radwegen an in- und ausländischen Flüssen und Seen. Da die geplante Radtour an Moldau und Elbe von Prag nach Dresden wegen der Coronavirus-Beschränkungen abgesagt wurde, entschied man sich kurzerhand, den bayerischen Fünf-Flüsse-Radweg zu befahren, der ohnehin für später auf dem Programm gestanden hätte. Bei hochsommerlichen Temperaturen legten die SG-Radler in vier Tagesetappen durch Mittelfranken, die Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern 330 km zurück. Die Rundroute zählt zu den schönsten und vielseitigsten Radfernwegen in Deutschland. Abwechslungsreich ging es entlang der Flüsse Pegnitz, Vils, Naab, Donau und Altmühl sowie eine Zeit lang am Main-Donau-Kanal und am Ludwig-Donau-Main-Kanal durch die idyllischen und ursprünglichen Landschaften von Fränkischer Alb und Bayerischem Jura in schmucke mittelalterliche Städte und Märkte. Start und Ziel war die Frankenmetropole Nürnberg - die beliebte Touristenstadt an der Pegnitz mit ihrem eindrucksvollen historischen Stadtkern im Zeichen der Kaiserburg. Neben zweimal Nürnberg waren die oberpfälzische Kreisstadt Amberg an der Vils, die UNESCO-Welterbestadt Regensburg an der Donau und die Kleinstadt Beilngries im Naturpark Altmühltal die weiteren Etappen- und Übernachtungsorte. Die ungewöhnlichste Unterbringung erlebten die 13 Teilnehmer im Hotel „Fronfeste“ in Amberg, wo sie mit „Willkommen zur Rast im Knast“ begrüßt wurden. So wirbt das Themen-Hotel, das als ehemaliges Gefängnis in die historische Stadtmauer von Amberg integriert ist. Die „Knast-Unterkunft“ wartete mit einer hochwertigen und originellen Ausstattung für den gehobenen „Schlafvollzug“ mit Frühstück im „Kit(t)chen“ auf. Mittagspausen in schattigen Biergärten gab es in Weigendorf/Oed an der Pegnitz, im malerischen Kallmünz (Perle des Naabtales), am Zusammenfluss von Altmühl und Donauin Kelheim (mit der weit sichtbaren Befreiungshalle König Ludwig I.) und im beschaulichenBerg bei Neumarkt i.d.OPf. am Ludwig-Donau-Main-Kanal.Bei Hitzegraden von +30 C und darüber waren weitere Zwischenstopps mit Trinkpausen angesagt., unter anderem in Lauf a.d. Pegnitz, in der Herzogstadt Sulzbach-Rosenberg, im Markt Schmidmühlen an der Vils, im Donaukurort Bad Abbach, im romantischen Altmühlort Riedenburg und im Markt Feucht im Süden des Nürnberger Lands. In der hübschen Fremdenverkehrsgemeinde Essing/Altmühltal beeindruckte die 193 m lange, geschwungene Spannbandholzbrücke „Tatzlwurm“, die zweitlängste ihrer Art in Europa. Die Fußgänger- und Radfahrerbrücke überspannt Altmühl/Main-Donau-Kanal und Bundesstraße. Die An- und Rückreise nach und von Nürnberg erfolgte mit dem ICE ab Montabaur. Sehr hilfreich war das Service-Duo Griebling/Otto, das per Kleintransporter für einen reibungs- losen tourbegleitenden Rad- und Gepäcktransfer sorgte.
In Nürnberg.
