Linksrheinischer Radfernweg wieder durchgängig befahrbar
Radlerbrücke an der Ahrmündung offiziell eingeweiht
Gute und schnelle Zusammenarbeit aller verantwortlichen Behörden
Sinzig. Der linksrheinische Radfernweg ist wieder durchgängig befahrbar. Am vergangenen Donnerstag wurde die Radbrücke über die Ahrmündung offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die 40 Meter lange und 40 Tonnen schwere Konstruktion war vom THW zusammengesetzt und am 25. September per Schwerlastkran millimetergenau eingehoben worden. Bei den Anschlussarbeiten und dem Bau der neuen Rampen und Wege hatten alle Beteiligten richtig Gas gegeben. Diese gute Zusammenarbeit zwischen Land, Kreis und Stadt sowie den Beteiligten Behörden LBM. SG Nord und ADD lobte dann auch Sinzig Bürgermeister Andreas Geron bei der Freigabe.
Die Stadt Sinzig hatte diesen Einweihungstermin übrigens spontan und kurzfristig angesetzt,weil die Brücke faktisch bereits seit Mittwochmittag nutzbar war. Und das hatte sich in Radlerkreisen regional wie auch überregional in Windeseile herumgesprochen. Beleg bei der Einweihung bei bestem Spätsommerwetter Ende Oktober, sorgte nur die rund einminütige symbolische Sperrung per zu durchschneiden Flatterband für einen recht ansehnlichen Radlerstau.
Die Verantwortlichen auf allen Ebenen hatten wohl auch deshalb Gas gegeben, weil man eine ähnliche Welle aus Empörung und Spot, wie bei der unendlichen Geschichte um die barrierefreie Anrampung des Christinenstegs, der ja baugleich mit der neuen Ahr-Brücke an der Mündung ist, unbedingt vermeiden wollte.
Denn beim Bau der neuen Brücke gab es schon einige Besonderheiten. Denn das neue Provisorium entstand ja mitten im Naturschutzgebiet A Mündung. Da galt es viele Details zu beachten und abzustimmen. Eine kleine Herausforderung vor allen Dingen für die beteiligten Verwaltungen und Behörden.
Weiterhin zu beachten: letztlich ist und bleibt der Neubau ja nur ein Provisorium, dass vor allen Dingen durch das Engagement der Brückenbauer des THW entstanden ist. Irgendwann soll dieses Provisorium dann durch einen richtigen Neubau ersetzt werden. Nach Lage der Dinge wird das Provisorium den Radlern und Wanderern aber geraume Zeit erhalten bleiben.
Die Kosten von 500.000 Euro für die neue Brücke hat die Stadt Sinzig zunächst einmal vorzufinanzieren. Rund 200.000 Euro wurden für die Brücke selbst fällig rund 300.000 Euro unter die anderen,für die über 200 Meter neuem Radweg, die auf der südlichen Brückenseite neu gebaut werden mussten. Im Rathaus der Stadt Sinzig hofft man natürlich die Kosten schnellstmöglich aus dem Wiederaufbaufond des Landes erstattet zu bekommen.
Geron betonte bei der Einweihung der neuen Brücke, das ein weiterer kleiner Schritt in Richtung Herstellung der Normalität nach der Flutkatastrophe in Sinzig getan sei. Und hob heraus, dass die gesamte Brücke mit beiden Zufahrten auf Sinziger Gebiet liegt. Eine kleine Info an einem in jeder Hinsicht schönen Tag gab es vom hocherfreuten Kreisbeigeordneten Friedhelm Münch. Denn die Stadtwappen im Christinensteg und auch an der neuen Radbrücke über die Ahr haben keine Zusatzkosten verursacht. Die waren ein kleines kostenfreies Leckerchen der englischen Herstellerfirma. Viel hastig zugerufenes Lob gab es für die Verantwortlichen von den vorbeisausenden Radfahrern. Denn die Brücke über die Ahr stellt nicht nur den Fernradweg wieder her , sondern ist auch bei Pendlern und Ausflüglern überaus beliebt. BL
Neu schmuck und mit fertigen Rampen: Die neue Radbrücke über die Ahrmündung. Im Vordergrund die Trümmer der bei der Flut zerstörten Holzbrücke.
