Allgemeine Berichte | 09.01.2025

Suche nach Teilnehmern an einem Radonmessprogramm

Radonbelastung im städtischen Raum wird ermittelt

Region. Das Sachverständigenbüro Dr. Kemski führt im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis ein Forschungsvorhaben zur Radonbelastung im städtischen Raum durch.

Radon ist ein gasförmiger Innenraumschadstoff. Es entsteht beim radioaktiven Zerfall von Uran und Radium im Erdboden und kommt überall vor. Unterschiedliche Gesteine und Böden bedingen unterschiedliche Radonkonzentrationen in der Bodenluft. Über Undichtigkeiten im erdberührten Bereich kann es aus dem Boden ins Gebäude gelangen und sich hier anreichern. Atmen die Bewohner oder Nutzer des Gebäudes Radon und seine Folgeprodukte über einen längeren Zeitraum in höheren Konzentrationen ein, kann deren Risiko ansteigen, an Lungenkrebs zu erkranken.

Um die Verteilung der Radonkonzentration in einem städtisch geprägten Gebiet zu untersuchen, sollen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis in 1 000 Haushalten kostenlose Radonmessungen in der Raumluft durchgeführt werden. Hierfür werden Haushalte gesucht.

Wer Interesse an solchen Radonmessungen in seinem Haus bzw. seiner Wohnung hat, kann sich auf der Internetseite des Sachverständigenbüros Dr. Kemski hierfür anmelden (www.kemski-bonn.de/Radon_Stadt).

Die Messungen sind für die Teilnehmer kostenlos. Die Messzeit beträgt zwölf Monate.

Die Messgeräte (jeweils zwei Stück pro Haushalt) werden per Post verschickt. Es erfolgen keine Hausbesuche.

Nach Ende der Messungen erhalten die Teilnehmer das Ergebnis aus ihrem Haus bzw. ihrer Wohnung mitgeteilt.

Durch die Kenntnis der Radonbelastung in Haus oder Wohnung haben die Teilnehmer die Möglichkeit, bei erhöhten Werten frühzeitig Maßnahmen zum Schutz der eigenen Gesundheit und der Gesundheit Ihrer Familie zu ergreifen. Gleichzeitig unterstützen die Teilnehmer ein wissenschaftliches Forschungsprogramm.

Pressemitteilung Dr. Joachim Kemski, Sachverständigenbüro

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