Siebzehn RadlerInnen fuhren entlang des schönsten Flussabschnitte der Lahn
Radtour von Runkel nach Weilburg
Runkel. Ein Traumwetter bekleidete und begeisterte siebzehn Radler/innen auf einer Traumstrecke entlang der Lahn. Pausen unterwegs, der Mittagstisch in Weilburg, eine Rast in Fürfurt und zum Schluss in Runkel der Besuch eines Eissalons sorgten für eine ausgewogene Verpflegung an einem der schönsten Flussabschnitte der Lahn zwischen Runkel und Weilburg.
Jetzt aber mal der Reihe nach. Um 10 Uhr trafen sich die Fahrgemeinschaften am Bahnhof in Runkel. Nicht alle Navis schafften auf Anhieb das Auffinden des abgesprochenen Parkplatzes. Mit leichter Verspätung und der kurzen Vorstellung des Tagesablaufes ging es den kombinierten Fußgänger/Radweg auf der rechten Uferseite der Lahn entlang. Das König-Konrad-Denkmal auf dem Bodenstein-Felsen brachte für die Equipe die erste Trinkpause mit kurzen Erläuterungen zum Denkmal von Gerhard Thome, der für Boden bewegt und den Westerwaldverein Montabaur die Radtour organisiert und durchgeführt hat. Auf durchaus guten Wegen waren viele Wandersleute und nicht weniger Pedaleure unterwegs, gegenseitige Rücksichtnahme war hier selbstverständlich! Auf der ruhig dahinfließenden Lahn konnten hunderte Kanus und Boote aus nächster Nähe mit einem bunten Treiben in- und außerhalb der Boote gesichtet werden. Die Temperaturen um die 30 Grad sorgten für einen ungehinderten Bade-Spass im nassen Element und an Sandbänken der Ufer links und rechts des Flusses tummelten sich ausgelassene Wasserratten.
Nach einem ausgiebigen Radler-Menü auf dem Schlossberg Weilburg wurden die tollen Französischen Gartenanlagen in Terrassenform, die von Gärtner Francois Le Marie ab 1700 angelegt wurden, besichtigt. Das schattenspendende Lindenboskett (Lindensaal) schuf Fürst Karl August in den Jahren 1936 bis 1944. Die Wasserversorgung der Gesamtanlage wurde damals von 11230 Stück Holzrohren und 6000 Stück Tonrohren sichergestellt. Herrliche Blumen- und Nutzpflanzenbeete erstrahlten in vielfältig bunter Pracht und alles präsentierte sich in einem tadellos gepflegten Zustand und drückte das gartengestalterische Können der Gärtner aus – ganz toll!
Auf der Rückfahrt flussabwärts konnten die mehrfach besetzten Boote mit lautstark feiernden Personen kaum gezählt werden, Groß und Klein erfreuten sich des nassen Mediums und die Radtruppe hatte Mühe, sicher auf dem schmalen Uferweg nicht in Konflikte mit Gegenverkehr und Fußgängern zu kommen. Es hat trotzdem alles bestens geklappt. Bei der Rast in Fürfurt konnten die Pedaleure hier und da eine frische Brise Landluft schnuppern, was auch von der eigenen Kindheit hier und da noch in guter Erinnerung war.
Villmar mit seiner weltweiten Marmorgeschichte präsentierte die einzige Marmorbrücke Deutschlands, eine Wanderung mit der Präsentierung des Marmor-Museums steht auf der Agenda. Der Ausklang in Runkel in einem bekannten Eissalon wurde genutzt, um einen gelungenen Tagesausflug mit und ohne Hilfsmotor noch einmal Revue passieren zu lassen und die schönsten Fotos per WhatsApp seinen „Daheimgebliebenen“ zu schicken. Ein sehr schöner, naturbelassener Flussabschnitt zwischen Runkel und Weilburg bleibt in angenehmer, guter Erinnerung.
