Zweimal volles Haus bei den Ludendorfer Jonge
Raketenstart für die närrische Session im restlos ausverkauften Wellblechpalast
Sowohl die Damensitzung wie auch die Herrensitzung waren ein Genuss für alle Freunde des rheinischen Karnevals
Ludendorf. „Frohe Weihnachten, guten Rutsch - und Ludendorf Alaaf!“ Die Karnevalisten aus Swisttal und Umgebung beherrschen diesen Dreiklang rund um den Jahreswechsel perfekt. So ist es längst zur Tradition geworden, dass im sonst so beschaulichen Ludendorf die ersten Swisttaler Karnevalssitzungen gefeiert werden, wenn der Weihnachtsbaum zu Hause noch das Wohnzimmer erleuchtet. Diesmal war es die Swisttaler Damensitzung, die am ersten Freitag des Jahres den Karneval in der feierwütigen Gemeinde einläutete. Sie war natürlich wieder einmal restlos ausverkauft, denn die Veranstaltungen im „Wellblechpalast“ des Bauhofes genießen einen legendären Ruf im weiten Umkreis.
Ausgelassene Stimmung herrschte im „Wellblechpalast“ auch bei der komplett ausverkauften Herrensitzung am Sonntag, bei der Moderatoren-Legende Dirk „Lü“ Lüssem die erwartungsvollen Zuschauer traditionsgemäß mit einem „Morgen Männer“ begrüßte. Zuvor hatte das Team der Ludendorfer Jonge in viertägiger Arbeit die eher triste Lagerhalle in ein bunt geschmücktes Feier-Areal für ihre beiden Sitzungen umgebaut. Auch der Großteil der während der Sitzung anstehenden Arbeiten wurde unter tatkräftiger Unterstützung der Ludendorfer Mädels eigenhändig gemeistert. Noch am Sonntagabend wurde die Halle nach dem Motto „viele Hände, schnelles Ende“ so auf- und umgeräumt, dass die Gemeindemitarbeiter am Montag ihren regulären Arbeitsbetrieb problemlos wieder aufnehmen konnten.
Programm konnte sich auch diesmal sehen lassen
Das karnevalistische Programm der Herrensitzung konnte sich auch diesmal sehen lassen. Zahlreiche bekannte Kräfte des Kölner Karnevals geben sich in Ludendorf seit Jahren die Klinke in die Hand, denn bei einer solchen Stimmung machten Auftritte doppelt so viel Spaß. Nicht nur „Räuber“-Frontmann Torben Klein war entzückt: „Der Blick von hier oben in den Saal ist einfach genial!“ Die trinkfreudigen „Herren“ mussten sich da schon gewaltig anstrengen, um trotz ständigem Lachen und Klatschen den Alkohol-Pegel auf das anvisierte Niveau zu heben. Schon beim stimmungsvollen Einzug des Gardecorps „Funken Rot-Weiß Gleuel“ aus Hürth kochte der Saal, und bei Markus Krebs, dem wohl schnellsten Komiker Deutschlands, klopften sich die Jecken vor Lachen die Schenkel wund. Musikalisch ging anschließend die Post ab mit den beiden bekannten Kölner Stimmungsbild „Cat Balou“ und den „Räubern“. Bauchredner Fred van Halen hatte seinen frechen Emu „Aki“ auch diesmal wieder nicht im Griff, was so manche „Servicefachkraft“ im Saal zu spüren bekam.
Singen, tanzen, fröhlich sein
Viel gesungen wurde in Ludendorf ebenfalls, was vor allem bei den Liedern der Gruppe „Kempes Feinest“ nicht allzu schwer fiel mit ihrer jungen, frechen und gnadenlos ehrlichen Musik. Daneben sorgten „Jeckeditz“ aus dem Ahrtal und die tolle „Gulaschkapell“ für nahezu enthusiastische Stimmung bei den Männern, die die bildhübschen Mädels der Showtanzgruppe „Dancing Cheers“ gar nicht mehr von der Bühne lassen wollten. Umjubelte auch der Auftritt von „Feuerwehrmann Kresse“ (Klaus Bömeke), der mit Rollschuhen zum Einsatz fuhr. JOST
Das ausgelassene Publikum genoss die Ludendorfer Herrensitzung sichtlich.
