Weiberfastnacht in Bad Breisig
Rathauserstürmung verlief unblutig
„Wir kommen wie auch in den Jahren zuvor in friedlicher Absicht“ rief Obermöhn Monien
Bad Breisig. Die Erstürmung des Bad Breisiger Rathauses verlief auch in diesem Jahr glücklicherweise wieder ohne Verletzte. „Wir kommen wie auch in den Jahren zuvor in friedlicher Absicht“ erklärte Gisela Monien als Anführerin der schwarz gekleideten Eroberinnen, die leichten Spiel hatten. Die Rathausmannschaft hatte sich nicht verschanzt und keinen heftigen Widerstand geleistet, sondern dem einfallenden Möhnenstoßtrupp mit Bier, Sekt, Kaffee und belegten Brötchen ein rasches Friedensangebot gemacht.
Federn, bzw. Krawatten lassen, mussten die Kommunalpolitiker aber doch. Hans-Josef Marx und Karl-Heinz Bernardy büßten den unteren Teil ihrer schicken Krawatten ein, die Obermöhn Monien nach alter Tradition mit der Schere kürzte: Schnipp-schnapp - Krawatte ab. Ein Beschneiden männlicher Macht. Diese hatten die Möhnen mit all ihrer Erfahrung übernommen. „Auf ihr 70-jähriges Bestehen können die Breisieger Möhnen zurückblicken“ erklärte Obermöhn Monien, „und wir hoffen, dass dieses Brauchtum noch lange bestehen bleibt. Nach einer kleinen Stärkung ziehen wir weiter durch die Straßen, um die Möhnenkasse etwas aufzufüllen“.
Eine sehr nette Rede hatte die Stadtbürgermeisterin vorbereitet: „Vor fünf Jahren habe ich den ersten Rathaussturm in meiner Funktion als Bürgermeisterin erlebt und es ist mir, als wäre es erst vor kurzem gewesen. Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei“, zitierte sie George Orwell. „Heute ist übrigens auch der Tag der ‚Seltenen Erkrankungen‘. Das bezieht sich aber nicht auf Karneval“, erklärte die Stadtbürgermeisterin, „denn Karneval ist weder eine Erkrankung und im Rheinland auch nicht selten“. Anschließen erinnerte sie daran, dass Weiberfastnacht mit der Übergabe des Regiments an die Frauen, ihren Ursprung im Mittelalter hat, als die Rolle der Frau noch eine ganz andere war. Und wie ist es heute? „Haben wir denn heute wirklich schon die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau? Was die Übernahme der Hausarbeit, der Familienarbeit und die Einkommen betrifft, leider noch nicht, ganz sicher nicht“, resümierte Gabriele Hermann-Lersch. Abschließend dankte sie der scheidenden Obermöhn, als Freundin und Unterstützerin und als eine feine Person. Kommen wir noch einmal auf „Weiberfastnacht und das Rheinland“ zurück. Die Regierung sitzt ja nun schon seit vielen Jahren im entfernten Berlin. Als sie noch in Bonn zuhause war, hätte das in den Zeiten des „Kalten Krieges“ böse ins Auge gehen können. Es ist ja zum Glück nicht passiert, aber stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor. Das feindliche Ausland ist sich der Schwäche des Nato-Mitglieds Bundesrepublik Deutschland an Weiberfastnacht bewusst. Ein östlicher Außenposten an der innerdeutschen Grenze meldet einen ungeklärten Flugverband, der soeben die Grenze Westdeutschlands überflogen hat. Die Antwort des Verteidigungsministeriums auf der Hardthöhe wird in aller Eile aus dem Telefax gezogen: „Tädäätädäätädäää“. Unterzeichnende Abteilung: Kantine des Bundesverteidigungsministeriums. KMI
Schnipp-schnapp - Krawatte ab: Obermöhn Gisela Monien und „Opfer“ Karl-Heinz Bernardy.
Hatte vorgesorgt: Hans-Josef Marx hatte sich einen Freibrief („Ich kaufe mich frei“) ausgedruckt, seine Krawatte büßte trotzdem erheblich an Länge ein.
Die Obermöhn (Mitte) mit ihrer Beute: eine Krawattenhälfte von Hans-Josef Marx (l.), auch nicht besser davon gekommen ist Karl-Heinz Bernardy (rechts).
Gute Stimmung bei der Erstürmung des Rathauses: Hans-Josef Marx, Bürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch, Karin Buhr, Karl-Heinz Bernardy und Elfi Vorbau, „Vereinslotsin“ für die Bad Breisiger Vereine - natürlich auch Karnevalsvereine (v.l.).
Die Bad Breisiger Bürgermeisterin (liks) schenkte der Obermöhn (rechts) ein Kochbuch, damit sie auch nach ihrem Rückzug aus dem Möhnenvorsitz beschäftigt ist.
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