Razejunge mit Optimismus ins neue Jahr
Lehmen. Der Verein der Lehmer Razejunge hat auch im Jahr 2023 wieder seinen Beitrag zum Erhalt und zur Förderung der einzigartigen Weinkulturlandschaft geleistet und sich für die Heimatregion engagiert. Für die Kindertagesstätte „Rappelkiste“ und die Grundschule St. Georg Lehmen wurden wieder Aktionstage im Rahmen der Woche der Artenvielfalt durchgeführt. Maßnahmen zum Erhalt des vom Aussterben bedrohten Apollofalters wurden und werden in der vegetationsarmen Zeit durchgeführt. Dazu gehören die Entbuschung von Weinbergsbrachen mit Felsstrukturen, das Freischneiden von Trockenmauerkronen und die Verbesserung der Lebensbedingungen im Frühjahr durch das Ausbringen von Futterpflanzen für den seltenen Schmetterling, der Leitart der Schmetterlinge an der Terrassenmosel ist.
Ende September wurden die Razejunge unter anderem beim Wettbewerb Insekten-Liebling“ der EDEKA Südwest ausgezeichnet. Ebenso erfolgreich waren die Razejunge beim ersten Winninger Genussmarkt mit der Präsentation ihrer regionalen Produkte.
Das Jahr 2024 wird für die Razejunge ereignisreich
Es beginnt mit der Jahreshauptversammlung am 26. Januar. Danach stehen einige „Festtage“ an.
230 Jahre Razejunge, wenn man die erste urkundliche Erwähnung der Razejunge als „Mistträger im Weingarten der Kirche“, Eintrag von 1784 im Kirchenbuch der Oberen Pfarrkirche zu Lehmen, nimmt. Die Razejunge wollen dieses Jubiläum mit dem traditionellen Misttragen im Razejungewingert am 17. Februar mit anschließendem Wingertsessen im katholischen Pfarrheim feiern. Es ist auch ein traditionelles gesellschaftliches Ereignis. Zahlreiche Gäste haben sich bereits angemeldet.
15 Jahre Zusammenarbeit mit der Grundschule St. Georg Lehmen. Im Frühjahr 2009 fand zum ersten Mal das gemeinsame Schneiden und Gürten der Reben mit den Schulkindern im vereinseigenen Weinberg in der Lehmener Würzlay statt. Die Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften freuen sich schon auf die anstehende Weinbergsarbeit im kommenden März. Gemeinsam mit den Razejunge wird dann ein kleines Fest gefeiert.
Anfang Juni kann der Verein dann auf 10 Jahre Lavendelanbau in der Würzlay zurückblicken. Es war eine wirkungsvolle Maßnahme, um die Verbuschung der stillgelegten Weinbergterrassen zu verhindern. Gleichzeitig konnte die Artenvielfalt von Schmetterlingen und Bienen, insbesondere Hummeln, deutlich erhöht werden. In den Sommermonaten sind die blühenden Lavendelterrassen eine Attraktion für die zahlreichen Touristen der Region. Die Razejunge haben aus dem Lavendelanbau eine erfolgreiche „Regionale Lavendel-Produktlinie“ entwickelt. Mitte des Jahres findet ein kleines Lavendelfest statt.
Das 50. Wein- und Razejungefest am letzten Juniwochenende ist für die Razejunge schon etwas Besonderes. Sie freuen sich wieder auf die beliebte Razejunge-Weinprobe am 29. Juni.
Alle Vereinsmitglieder, Freunde und Besucher des Razejungewingert freuen sich auf ein interessantes Razejungejahr. BA
