Allgemeine Berichte | 26.10.2017

Vierteilige Themenreihe von Caritas, SKF und SKM in Mendig

„Rechtliche Betreuung – Aufbauwissen“

Mendig. Bereits im Sommer hatten der Betreuungsverein Andernach des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V., SKF Betreuungsverein für den Kreis Mayen-Koblenz und SKM Betreuungsverein für Mayen und Umgebung e.V. zum ersten Teil „Aufbauwissen für rechtliche Betreuerinnen und Betreuer“ nach Mendig ins CTT Alten- und Pflegeheim Marienstift eingeladen. Dort, in der Schulstraße 2, beginnen nun die Herbstveranstaltungen der vierteiligen Reihe. Auch diesmal greift die Reihe Themen auf, mit denen Betreuerinnen und Betreuer in der praktischen Arbeit konfrontiert werden können. Mit Fachvorträgen, Fallbeispielen und der Möglichkeit zum persönlichen Austausch vermitteln die Veranstalter Wissen, um alle Aufgaben im Rahmen der Betreuertätigkeit sicher und fachkundig erledigen zu können. Während sich im Sommer die Teilnehmenden mit den Themen „Vermögensverzeichnis und Jahresbericht“ und „ ‚Der Betreute als Erbe‘ – Aufgaben des Betreuers“ beschäftigten, geht es im Herbst um den Versicherungsschutz und wie ein Betreuter möglichst frei und ohne Einschränkungen leben kann.

Der „Versicherungsschutz für Betreute“ wird am Mittwoch, 15. November, um 18 Uhr in Mendig in den Blick genommen. Versicherungsfachmann Hans-Jürgen Monschauer informiert an diesem Abend, was zum Beispiel im Falle einer Doppelversicherung zu tun ist und welche Versicherungen überhaupt sinnvoll für Betreute sind. Auch bei leer stehenden Immobilien sind für Betreuer Regeln zu beachten. Außerdem klärt der Referent auf, ob und inwieweit für einen geistig behinderten, verwirrten oder psychisch kranken Betreuten ein Haftungsausschluss wegen Deliktunfähigkeit besteht. Der Versicherungsfachmann wird die gesetzlichen Grundlagen und weitere Voraussetzungen erläutern und alle Fragen beantworten.

Um den „Werdenfelser Weg“ und freiheitsentziehende Maßnahmen geht es am vierten und letzten Abend, der am Mittwoch, 22. November, stattfindet. Dann spricht Berthold Michels, Fachkrankenpfleger / Pflegedienstleitung mit Ausbildung „ReduFix“, über ein heikles Thema, denn Bettgitter und ähnliche Maßnahmen lassen sich in der Praxis zum Schutz des Betreuten nicht immer verhindern. Umso wichtiger ist es für den entscheidenden Betreuer zu wissen, wie diese Maßnahmen aussehen und welche Alternativen es zur Fixierung von selbstgefährdenden Personen gibt. Mit dem „Werdenfelser Weg“ wird der Referent Alternativen vorstellen. Weniger Medikamente, weniger Fixierungen und so weiter sind das Ziel dieses verfahrensrechtlichen Ansatzes im Rahmen des geltenden Betreuungsrechts.

Jede dieser Veranstaltungen kann einzeln belegt werden. Ein Angebot, das neben rechtlichen Betreuern auch Bevollmächtigte und allen am Thema Interessierten offen steht.

Veranstaltungsort und bei weiteren Fragen: CTT Alten- und Pflegeheim Marienstift in Mendig, Schulstraße 2; Tel. (0 26 52) 9 34 60.

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