Allgemeine Berichte | 01.07.2015

Region Köln/Bonn e.V. - 15. Langer Tag der Region 2015

Region Köln/Bonn traf sich in der Bundesstadt Bonn zum Thema „Klimawandel“

Langer Tag bot Anlass für Begegnungen und neue Freundschaften und gab den Auftakt zur KlimaExpo.NRW in der Region

Diskussiospodium (v.l.n.r.) Dr. Reimar Molitor, Dr. Heinrich Dornbusch, Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch,, Martin Böhm (Obermeister Elektroinnung Bonn-Rhein-Sieg), Prof. Dr. Ralf Pude (Geschäftsführer :agrohort).Sascha Engst

Bonn. .Am längsten Tag des Jahres, traf sich die Region Köln/Bonn auf Einladung des Region Köln/Bonn e.V.. Die „Langen Tage der Region“ sind seit 2001 ein Forum, in dessen Rahmen sich die Region trifft, austauscht und verständigt. Ziel der Veranstaltung ist es, die regionale Vielfalt zu zeigen und sich an einem dafür ausgewählten Ort zu sammeln. In diesem Jahr tagte die Region im kürzlich eröffneten World Conference Center Bonn in der Bundesstadt Bonn unter dem Leitthema „Klimawandel“. Bonn als deutsche Stadt der Vereinten Nationen bietet eine ideale Plattform für den Austausch und die Vernetzung von Aktivitäten im Klimaschutz.

Auftaktveranstaltung der Landesinitiative „KlimaExpo.NRW“

Rund 500 Teilnehmer zählte das diesjährige „Familientreffen“, das auch zugleich die regionale Auftaktveranstaltung der bis 2022 angelegten Landesinitiative „KlimaExpo.NRW“ darstellte, die das technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Potenzial des Landes Nordrhein-Westfalens als internationale Leistungsschau und Ideenlabor im Bereich Klimaschutz präsentieren und dessen Stärken fördern und zeigen soll. „Das Land und auch die Region Köln/Bonn sind da heute schon gut aufgestellt“, informierte Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen. „Wir wollen hier durch die Vernetzung der lokalen Akteure in unserer Region einen Mehrwert schaffen“, erklärte Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, der wenige Tage zuvor neuer Vorsitzender des Region Köln/Bonn e.V. geworden war. „Austausch und Dialog zu den bisherigen Errungenschaften in Sachen Klimaschutz können und sollen eine starke Kraft entfalten“.

Konkrete Klimaprojekte

So standen bei Exkursionen auch konkrete Klimaprojekte der Bundesstadt Bonn auf dem Programm. Unter anderem konnte dabei im Norden der Stadt das zum Gas- und Dampfkraftwerk umgebaute Heizkraftwerk der Bonner Stadtwerke in Augenschein genommen oder die Fahrzeugflotte der Deutsche Post DHL Group begutachtet werden, welche derzeit auf Elektrofahrzeuge umgestellt und Bonn damit zum bundesweit ersten Standort mit einem CO2-freien Fahrzeugkonzept machen wird. Dr. Heinrich Dornbusch, Geschäftsführer der „KlimaExpo.NRW“ sieht den Klimaschutz als Fortschrittsmotor, der Chancen für die Region Köln/Bonn, und große Potenziale für die Wirtschaft, birgt. Erst wenige Tage zuvor seien von der KlimaExpo.NRW zwei Projekte aus der Region Köln/Bonn ausgezeichnet worden, wie beispielsweise das Umweltbildungszentrum „NaturGut Ophoven“ in Leverkusen. Die KlimaExpo.NRW mache da als eine Art Schaufenster die spannendsten Projekte der Region sichtbar: „Wichtig ist es, eine Mitmachkultur und insbesondere auch ein Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Klimaschutz ist keine Bedrohung für die Menschen, sondern eine Bereicherung für die Lebensqualität. Der Klimaschutz muss gelebt werden, vor allem bei Kindern und Jugendlichen“.

Hitzeinseln, Starkregen- ereignisse oder Hochwasser

Die in Bonn bereits bekannten Klimabotschafter - Grundschüler, die im Rahmen der Veranstaltung Oberbürgermeister Nimptsch als Klimaschützer auszeichneten - seien bereits aktiv. „Eine „Kids Climate Conference“ wäre der nächste Schritt“. Dr. Reimar Molitor, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Region Köln/Bonn e.V., betonte, dass neben dem Klimaschutz auch die Klimawandelanpassung von großer Bedeutung sei: „Der Klimawandel wird sich in der Region sehr unterschiedlich auswirken.“ So werde beispielsweise das Stadtklima betroffen sein, was sich in sogenannten Hitzeinseln, Starkregenereignissen oder Hochwasser zeigen werde, und die Landwirtschaft im tendenziell regenarmen Linksrheinischen werde sich neuen Herausforderungen stellen müssen. „Hier ist es notwendig, integrierte Strategien zur Anpassung an den Klimawandel zu erarbeiten und umzusetzen.“ Der Region Köln/Bonn e.V. kenne die Akteure und Projekte vor Ort. Er unterstütze die Aktivitäten der KlimaExpo.NRW in der Region stehe den Akteuren als Ansprechpartner zur Verfügung, mobilisiere Akteure, identifiziere geeignete Projekte und unterstütze Projektträger aus der Region bei der Akquise und Verwendung von Fördermitteln.

„Bonn ist mehr als nur die Stadt Bonn“

Bonn sei der ideale Ort für den Startschuss der KlimaExpo.NRW in der Region“, ergänzt Dornbusch. „Schließlich ist die Stadt ein Paradebeispiel für internationale, aber eben auch lokale und regionale Vernetzung sowie Zusammenarbeit“. Dies betonte auch Christiana Figueres, Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) im „Innovationsforum Klimawandel“. Mit den Worten: „Bonn ist mehr als nur die Stadt Bonn“, unterstrich sie die von dem Standort Bonn ausgehende internationale Bedeutung für das Thema Klimawandel. Der Wortlaut für den Nachfolge-Vertrag für das Kyoto-Protokoll von 1997, der auf der 21. UN-Klimakonferenz (COP 21) im Dezember in Paris verabschiedet werden soll, werde in Bonn vorbereitet. „Ein Sonderzug des Thalys wird bis Bonn fahren und die Teilnehmer der Konferenz direkt nach Paris bringen“. Dies belege die Strahlkraft des UN-Standortes Bonn bildlich. Der nächste „Lange Tag der Region“ 2016 wird im Rhein-Sieg-Kreis stattfinden.

Pressemitteilung

Region Köln/Bonn e.V.

Diskussiospodium (v.l.n.r.) Dr. Reimar Molitor, Dr. Heinrich Dornbusch, Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch,, Martin Böhm (Obermeister Elektroinnung Bonn-Rhein-Sieg), Prof. Dr. Ralf Pude (Geschäftsführer :agrohort).Foto: Sascha Engst

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