Zum dritten Mal übergab der Regioverein Koblenz Fördergelder an gemeinnützige Vereine
Regionales Wirtschaften unterstützt soziale Initiativen
Koblenz. Statt Schnäppchen machen Gutes tun – immer mehr Konsumenten haben es verstanden. Sie kaufen ein beim heimischen Bäcker, beim ortsansässigen Buchhändler oder im Hofladen und bezahlen mit RegioMark. Sie unterstützen damit nicht nur die Betriebe aus der Region, sondern auch soziale und kulturelle Initiativen. 2594 RegioMark kamen im Jahr 2016 an Fördergeldern zusammen. Diese wurden jüngst in einer feierlichen Veranstaltung im Bistro Soul Food an acht Initiativen übergeben. Drei Jahre ist nun das Regiogeld im Umlauf, und aktuell nehmen 93 Betriebe aus vielen verschiedenen Branchen der Region die hübschen Geldscheine mit regionalen Motiven gerne an. Die Betriebe benutzen das Regiogeld entweder für ihren Einkauf oder tauschen es wieder zurück in Euro. Bei diesem Rücktausch zahlen sie einen kleinen prozentualen Regionalbeitrag, der dann den Fördertopf füllt. Die Verteilung der Fördergelder bestimmen jedoch die Konsumenten. Bei jedem Tausch von Euro gegen RegioMark bei einer Ausgabestelle kann nämlich der Kunde aus zurzeit 13 angemeldeten Projekten eine Initiative benennen, die er gerne gefördert sehen möchte. Im Verhältnis zum Tauschbetrag werden dann diesem Projekt Punkte zugeteilt, die in der Summe die Verteilung der Fördergelder bewirken. Das Fördergeld kommt also von den Betrieben, die Verteilung bestimmen aber die Kunden durch ihren Einkauf mit Regiogeld.
Förderbeträge fließen zurück an die Betriebe
Acht Initiativen haben davon in desem Jahr profitiert. Music Live, die Kindertagesstätte „Haus des Kindes“ in Bendorf, Ökostadt Koblenz, die Lebenshilfe, das Örmser Museum, der Frauennotruf, die Grundschule Moselweiß und „Die Schachtel“. Initiativen, die ihre Mitglieder von der guten Sache überzeugen können, haben natürlich einen Vorteil. Gerade dies sei ein wichtiger Faktor bei dem Regiogeldprojekt, machte Walter Grambusch, Vorsitzender des Regiovereins, deutlich. Die geförderten Initiativen erhalten den Förderbetrag selbstverständlich in RegioMark. So fließt das Geld wieder zurück zu den teilnehmenden Betrieben.
Anschließend stellten auch die drei neuen Initiativen ihre Projekte vor: der Verein Gitarrenkultur das Projekt Gitarrentage Vallendar, der Verein Medi Netz als medizinische Vermittlungsstelle für Menschen ohne (ausreichende) Krankenversicherung und der Verein „Mit Wirkung“ mit dem Projekt Nutzgarten Nachwuchs. Felix Juisten vom Verein Gitarrenkultur bezauberte die Gäste zwischendurch immer wieder mit Gitarrenklängen.
Zum Schluss hob Walter Grambusch noch einmal die Bedeutung des Regiogeldes „RegioMark RheinMosel“ hervor als ein Beitrag zur Stärkung des regionalen Gemeinwohlbewusstseins, bei dem eine Vernetzung der Mitwirkenden – Konsumenten, Betriebe und gemeinnützige Initiativen – im Vordergrund steht, verbunden mit einer Stärkung des regionalen Wirtschaftskreislaufs. Nicht „Schnäppchen machen“ oder „Geiz ist geil“ ist das Ziel, sondern ein kritisches und überlegtes Kaufverhalten der Konsumenten.
Pressemitteilung des
Regiovereins Koblenz e.V.
