Allgemeine Berichte | 20.02.2019

Christoph Kußnerus, Student am RheinAhrCampus Remagen hat die Auswirkungen von Regionalwikis untersucht

Regionalwikis leisten ein wertvolles Stück Wirtschafts- und Tourismusförderung

Christoph Kußernus Hausarbeit über Regionalwikis wurde mit einer 1,0 benotet. Foto: privat

Remagen. Regionalwikis, wie es sie im deutschsprachigen Raum derzeit in 50 Städten und Regionen gibt, leisten für ihre Region ein wertvolles Stück Wirtschafts- und Tourismusförderung. Zu diesem Ergebnis kommt Christoph Kußnerus, Student von Logistik und E-Business am RheinAhrCampus Remagen der Hochschule Koblenz in einer Hausarbeit im Wahlpflichtfach Online-Marketing. Der Titel seiner mit 1,0 benoteten Arbeit lautet: „Ausgewählte Methoden klassischer Website-Analyse und des Social-Media-Monitorings am Beispiel von AW-Wiki“. Im Rahmen dieser Arbeit hat Kußnerus die Bedeutung von Regionalwikis für das Onlinemarketing von Unternehmen aus der Region am Beispiel des AW-Wikis untersucht, des 2007 gegründeten Regionalwikis für den Kreis Ahrweiler. Die Datengrundlage lieferte ihm Google Analytics, der beliebteste Dienst dieser Art. Privatpensionen, von denen es im Kreis Ahrweiler etliche gibt, und kleine Einzelhandelsbetriebe ohne eigene Website profitieren, weil sie über das Regionalwiki im Internet vertreten sind. In solchen Fällen sei es aber sinnvoll, wenn sie Informationen und Fotos über ihre Pension oder ihren Betrieb für den Wiki-Beitrag zur Verfügung stellen. Aber auch größere Unternehmen mit eigener Website profitieren, wenn es im Regionalwiki einen Beitrag über sie gibt. Sie werden vom Algorithmus der Google-Suchmaschine nämlich höher eingestuft und in den Trefferlisten weiter oben angezeigt als Unternehmen ohne Wiki-Eintrag. Für die Unternehmen bedeutet das: bessere Sichtbarkeit im Netz, mehr Kundenkontakte und mehr Klicks. Mit Einträgen in der Wikipedia hingegen verhält es sich anders: Sie verhelfen nicht zu einem besseren Ranking bei den Suchmaschinen. Aus folgendem Grund: Der HTML-Code von Wikipedia-Seiten enthält Nofollow-Befehle, die die Suchmaschinen anweisen, Verweise auf andere Seiten nicht in die Berechnung von deren Linkpopularität einzubeziehen. Suchmaschinen erfassen nur Links mit Follow-Attribut. Die Nofollow-Anweisung wurde im Jahr 2005 von Google eingeführt, weil sie helfen sollte, die Spam-Flut einzudämmen. Regionale Tageszeitungen und die Wochenpresse profitieren ebenfalls, wenn es in ihrer Region ein Wiki gibt, das als Informationsquelle auf Artikel in den Online-Archiven der Verlage verweist. Das AW-Wiki verweist inzwischen auf mehrere zehntausend Artikel in den Online-Archiven der Druckhäuser in der Region. So sorgen Regionalwikis dafür, dass Artikel aus diesen Archiven höhere Klickzahlen erzielen als ohne Wiki-Links. Kußnerus ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Tourismus einer Region sogar in mehrfacher Weise von einem Regionalwiki profitiert. In den Regionalwikis gebe es nämlich „Informationen zu Dingen, die sonst keine Lobby haben“ und über die es sonst keine online verfügbaren Informationen gibt. Ähnlich wie bei anderen Unternehmen, zeigt Google Links zu Hotel- und Gastronomiebetrieben mit Einträgen im Regionalwiki weiter oben in seinen Ergebnislisten an. Anders als auf den Websites von Firmen und Tourismus-Organisationen, geht es in Wikis nicht darum, für Produkte zu werben, sondern um eine neutrale Sicht der Dinge. Das honorieren die Nutzer mit einem hohen Maß an Vertrauen in die Wiki-Inhalte. Das führt dazu, dass sie eher auf die Links zu der Webseite des beschriebenen Unternehmens klicken.

Christoph Kußernus Hausarbeit über Regionalwikis wurde mit einer 1,0 benotet. Foto: privat

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