Reit- und Fahrverein Oberbachem e.V. richtete traditionelles Pfingstturnier aus
Reitsport in all seinen Facetten in der Grube Laura
Trotz wechselhaften Wetters keine großen Störungen – Reiter und Pferde hatten gute Vorbereitungsgelegenheit
Wachtberg-Oberbachem. Am Freitag des Pfingstwochenendes fiel traditionell der Startschuss für das Pfingstturnier des Reit- und Fahrvereins e.V.. Das renovierte Erscheinungsbild der Grube Laura bot Besuchern und aktiven Reitern in diesem Jahr durch die vielen Neuerungen ein interessantes, angenehmes Ambiente.
Nachdem der Abreiteplatz während des Umbaus um fast 10% vergrößert worden war, hatten die Springreiter dieses Mal ausreichend Platz, um sich auf die Hindernisse auf dem Turnierplatz gut vorzubereiten. Das schlug sich in der Reaktion der Besucher und
Turnierteilnehmer nieder, die sich sehr zufrieden mit den Gegebenheiten äußerten. „Die Investitionen in Zusammenhang mit dem Umbau wurden insgesamt gut angenommen“, freute sich die zweite Vorsitzende des Vereins, Christiane Camp. Bei rund 2.000 Besuchern pro Tag herrschte dank der guten Organisation eine angenehme Stimmung.
Unterschiedliche Schwierigkeitsstufen in den Kategorien des Dressur- und Springreitens wurden in dem Wettstreit geprüft.
Jeder Teilnehmer hatte die Chance, zusammen mit seinem Pferd bei einer der Siegerehrungen ganz vorne mit dabei zu sein.
Das Spektrum reichte dabei von der Führzügelklasse für die Jüngsten bis zu Prüfungen der schweren Klasse. Besonders in der Klasse der Jüngsten zeigte sich, dass die Jugendförderung in der Grube Laura großgeschrieben wird.
Sportliche Höhepunkte boten zudem zweifelsfrei die Barrieren-Springprüfung der schweren Klasse und die Dressurprüfung Klasse S*** sowie die Dressur die S**- Musik- Kür Intermediaire I. In letzterer kämpften jeweils die besten zehn Paare aus der S*-Dressur des Vortages mit eigenen Choreografien um den Platz des Primus inter Pares.
Als Sieger der beiden besonderen Dressurprüfungen gingen Lydia Camp vom RV Brauershof Geldern e.V. auf Sir Diamond 2 und Matthias Bouten vom RFV Graf von Schmettow Eversael auf Acoer 2 hervor. Den Höhepunkt des Montags bildete nach der 3-Sterne-Dressurprüfung der schweren Klasse der „Große Preis von Oberbachem“ am Nachmittag.
Teilgenommen hatten an den Prüfungen Reiter aus insgesamt sieben Nationen. Darunter waren Reiter aus den Benelux-Ländern ebenso wie solche aus Schweden, Finnland und natürlich aus dem eigenen Lande. Manchen bekannten Namen las man unter den Wettstreitenden, wie den lokal und überregional erfolgreichen Oliver Lemmer und den Schweden Henrik van Eckermann, der erst vor wenigen Monaten ganz vorne beim Weltcupfinale dabei war. Gewonnen hat den mit 5.000 Euro dotierten Großen Preis von Oberbachem schlussendlich Oliver Lemmer vom RG Haus Dorp e.V. auf Feine 36 mit einer fehlerfreien Zeit von 49.56.
Dass es sich bei dem Turnier überregional um eines der ganz Großen handelt, zeigt allein die Tatsache, dass hier auch Qualifikationsprüfungen zum Bundeschampionat durchgeführt werden.
An allen vier Turniertagen gab es reichlich zu sehen und zu staunen. Trotz des abschnittweise starken Regens, der am ersten Tag den Zeitplan ein wenig beeinträchtigte, hatte man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen und war schnell wieder im richtigen Rhythmus gewesen.
„Insgesamt war es ein schönes, harmonisches Turnier mit tollen sportlichen Leistungen“, zeigte sich Christiane Camp nach dem Pfingstwochenende zufrieden. Mit dem Besucheransturm sei in diesem Jahr ein Rekord zu verzeichnen gewesen, über den man sich sehr gefreut habe.
Die Gäste haben sich wohlgefühlt und das genossen, worum es in diesen Tagen ging: den Reitsport in allen seinen Facetten, von der kleinsten Klasse bis zur Größten.
Mit einer Tombola unterstützte der Lions-Club Bonn-Venusberg bei der Veranstaltung das Projekt „Sight first – Lichtblicke für Blinde“.
