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Luftsportvereine im Kreis Ahrweiler

Rekord-Segelflugtag führt AW-Flieger aufs Treppchen

Saisonrückblick der Luftsportvereine fällt zwiespältig aus

18.01.2017 - 09:48

Region. Zwei Landessieger, zwei Vize-Meister und zwei dritte Plätze in den rheinland-pfälzischen Einzelwertungen sowie zweimal Silber und einmal Bronze in den Mannschaftswertungen auf Landesebene, so liest sich die Erfolgsbilanz der drei Segelflugvereine im Kreis Ahrweiler für die Segelflugsaison 2016. So könnten der Luftsportverein Mönchsheide (LVM) Bad Breisig/Andernach e.V., der Luftsportverein (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. und die Segelfluggruppe (SFG) Wershofen e.V. trotz des doch sehr durchwachsenen Flugwetters mit dem vergangenen Jahr durchaus noch zufrieden sein. Doch so richtig freuen können sich die AW-Flieger dennoch nicht, denn bei der Vereinswertung, in der die geflogenen Kilometer aller Clubmitglieder einfließen, bleiben alle drei Vereine hinter ihren Möglichkeiten zurück.

Die landesweit beste Platzierung in der Vereinswertung der dezentralen Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug (DMSt) erreichte hier noch mit einem siebten Platz der LVM mit rund 45.000 geflogenen Kilometern. Erfreulich dabei ist, dass sich deutlich mehr Vereinspiloten als in den vergangenen Jahren mit Wertungsflügen beteiligten. Währenddessen müssen sich die Kreisstädter mit dem elften (etwa 30.000 km) und die Wershofener Eifeladler mit dem zwölften Platz (knapp 28.000 km) zufriedengeben. Ihnen gelang es nicht so gut wie in den Vorjahren, ihre Piloten zu mobilisieren. Allerdings war die Region auch nicht mit gutem Streckenflugwetter gesegnet. Herausragend war jedoch der Mittwoch vor Christi Himmelfahrt, der sich bundesweit als bislang bester Segelflugtag aller Zeiten in der Geschichte des deutschen Luftsports herausgestellt hat. Alleine 28 motorlose Flüge über 1000 Kilometer wurden von Deutschland aus absolviert. Auch aus unserer Region wurden an diesem Tag Flugstrecken mit mehr als 1000 Kilometern zurückgelegt. Glücklich schätzen konnte sich, wer an diesem 4. Mai nicht arbeiten musste und in die Luft gehen konnte. In den Top 20 der landesweiten Rangliste findet sich kaum ein Wettbewerber, der nicht an diesem Tag einen guten Wertungsflug (von insgesamt drei) absolviert hätte.

So legte auch Paul-Justin Schilling vom LSV Bad Neuenahr-Ahrweiler am 4. Mai die Grundlage zu seinem deutlichen Sieg in der 18m-Klasse, die mit Flugzeugen von maximal 18 m Flügelspannweite bestritten wird. Bundesweit kam er damit allerdings nur auf Rang 32, was zeigt, dass Rheinland-Pfalz in der Saison 2016 nicht die beste Thermik hatte. Mit einem siebten Platz ebenfalls unter die besten 10 dieser Klasse flog Gerd Krautwig, Fluglehrer bei der SFG Wershofen

Die Offene Klasse ist die Königsklasse des Segelflugs, in der die Konstruktionen keinen Beschränkungen unterliegen und die Flügelspannweite einer Boeing 737 überschreiten können. Seit jeher ist diese Klasse die Paradedisziplin der Mönchsheider Flieger, so auch 2016. Mit Hans Wiesenthal (4.), Stephen Parker (6.) und Bernd Dolba (8.) ist der LVM gleich dreimal in den Top Ten vertreten. In der internationalen Einzelwertung Offene/18 m-Klasse, in der auch im Ausland gestartete Flüge zählen, landet Wiesenthal sogar hinter Schilling auf dem dritten Platz. Auch bei der gemischten Teamwertung dieser beiden Klassen schneiden die Breisiger hervorragend ab: Bronze geht an die Mannschaft B. Dolba/H. Wiesenthal/S. Parker, mit dem undankbaren vierten Platz muss sich das LSV-Team P. Schilling/L. Schöttler/J. Koch zufrieden geben. Im bundesweiten Ranking schaffen es die beiden Mannschaften auf die respektablen Plätze 22 und 29. Die SFG findet sich mit G. Krautwig/M. Malek/W. Hofmeister-Dunkel auf Platz 14 der Landeswertung wieder.

Nicht so erfolgreich sind die AW-Flieger in 15 m- und Standardklasse gewesen, was jedoch auch daran liegt, dass in den drei Clubs nur wenige Teilnehmer ein entsprechendes Flugzeug fliegen. In beiden Klassen darf der Tragflügel nicht mehr als 15 Meter messen, in letzterer dürfen die Flugzeuge zudem nicht das Flügelprofil ändern können. Die auch „Rennklasse“ genannte 15 m-Klasse ist Alice Toups‘ Revier. Sie flog hier auf Platz 10, war aber insbesondere in der Frauenwertung erfolgreich, wo sie die Bronzemedaille errang und somit die beste Pilotin des Kreises Ahrweiler ist. In der Standardklasse erreichten die SFG-Piloten Martin van der Mühlen und Thomas Hoffmann als beste Starter aus dem AW-Kreis die Ränge 14 und 16. Gemeinsam mit Norbert Mülligann erzielten sie hier mit dem 13. Platz auch das beste Mannschaftsergebnis der drei Vereine.

Leistungsschwächere, meist ältere Konstruktionen werden in der sogenannten Clubklasse eingruppiert. Hier gelang es dem für Wershofen startenden Norbert Peter, sich mit einem Oldtimer den achten Platz zu sichern. Sein Flugzeug vom Typ „Cirrus“ ist mittlerweile bereits 50 Jahre alt!

Sehr erfolgreich sind alle drei Clubs seit ein paar Jahren in der Doppelsitzerklasse. In dieser stark umkämpften Klasse, wo zweisitzige Segelflugzeuge mit bis zu 20 m Flügelspannweite gewertet werden, kam Bernd van der Mühlen von den Wershofener Eifeladlern in der Hauptkonkurrenz auf Platz 5, Jürgen Koch vom Kreisstadtclub auf Platz 9 und Norbert Mülligann (ebenfalls Wershofen) auf Rang 17. Noch besser war das Abschneiden in der internationalen Konkurrenz, wo Club- und Doppelsitzerklasse gemeinsam gewertet werden. Hier geht der Titel an die auf der Mönchsheide fliegende Karin Wiesenthal (bundesweit Platz 31), zweiter Sieger wurde LSV-Pilot Dr. Jürgen Koch. Mit Heinz Koch (8.), Hans Wiesenthal (9.) und Markus Geisen (16.) vom LVM sowie Bernd van der Mühlen (15.) von der SFG flogen noch weitere Piloten in die Liste der besten 20. Dies spiegelt sich auch in der entsprechenden Mannschaftswertung nieder, wo der LVM Bad Breisig mit dem Team K. Wiesenthal/H. Wiesenthal/M.Geisen den zweiten Platz erzielte (Rang 18 in Deutschland), direkt gefolgt vom LSV Bad Neuenahr mit den Piloten J. Koch/D. Spranger/U. Werner, mit Platz 3 ebenfalls auf dem Treppchen. Mit einem siebten Platz ebenfalls gut abgeschnitten hat die Crew der SFG Wershofen (T. Stefan/N. Peter/B. van der Mühlen).

Beim Nachwuchs waren die Vereine der Region leider nur spärlich vertreten. Einziger angetretener Junior der Neuenahrer Ahrtalsegler, dafür aber mit einem hervorragenden Ergebnis, war Jungfluglehrer Lars Schöttler. Er alleine erreichte die halbe Punktzahl des aus drei Piloten bestehenden Siegerteams und holte damit für seinen Club immerhin noch Platz 13 in der Junioren-Mannschaftswertung. In voller (Mannschafts-)Stärke, aber punktemäßig nicht ganz so gesegnet, kamen die Wershofener Jungpiloten mit Tessa Stefan, Sebastian Müller und Leonard Grimus auf Rang 16.

Aufgrund des durchwachsenen Ergebnisses fällt die Freude in den drei Luftsportvereinen einigermaßen verhalten aus. Einig sind sich die Vorstände der drei Vereine darin, dass es durchaus noch Luft nach oben gibt. Und das Wetter kann eigentlich auch nur besser werden.

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Kommentare
Karsten :
Mir kommt es so vor als hätten die lieben Menschen, die eine Wohnung gekauft haben direkt den ganzen Heddesdorfer Berg mitgekauft. Was soll dieser Blödsinn? Warum beschweren sich so viele? Es wird seit Jahren da oben gebaut und nie beschwert sich jemand. Jetzt auf einmal ist ja alles soooo schlimm. Seid froh dass Kaufkraft nach Neuwied kommt!! Es sollen vernünftige Wohnungen gebaut werden die kaufkräftige Menschen nach Neuwied bringen. Das ist das was Neuwied brauch. Unfassbar diese ständige Nörgelei. Es war schon immer so geplant dass weitere Mehrfamilienhäuser dort entstehen. Wer alleine wohnen will muss aufs Land ziehen.
Dennis Mohr:
Die vorgelegten Pläne sind ein Schlag in das Gesicht der Anwohner vor allem der Erich-Kästner-Str., die mit ihren Investitionen dieses Baugebiet überhaupt erst möglich gemacht haben. Alle Stadträte, die sich für diese Änderung aussprechen, sollten sich öffentlich dazu bekennen! Versprochen wurde ein Nahversorgungsgebiet im Stile des Ringmarktes im Raiffeisenring. Jetzt wird mit 4-geschossigen Bauten das Areal weiter verschandelt und den Anwohnern die teuer bezahlte Aussicht verbaut. Und die Vertreter der Stadt lachen über die Einwände!
Uwe Klasen:
"Solarverein Goldene Meile", solche Lobbyvereinigungen haben es geschafft, dass der Strom In Deutschland am teuersten, die Umweltzerstörung im Zuge des Aushaues der sogenannten "Erneuerbaren Energien (EE)" gewaltig, dafür die Netzstabilität gering ist, bei gleichzeitig steigendem CO²-Ausstoß der im Grunde durch die in die EE investierten Milliarden verringert werden sollte!
juergen mueller:
Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als hätte die STADT ein "Toilettenproblem" - siehe auch HAUPTBAHNHOF. Ob man sich mit dem Vorschlag, die städtische Toilettenanlage "rund um die Uhr" zugänglich zu machen und wenn nötig, die Verwaltung technisch nachrüsten MUSS, auch Gedanken gemacht hat, wie das alles vonstatten gehen soll oder was eine Nachrüstung kostet? Glaube nicht.
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