Allgemeine Berichte | 15.11.2019

Benediktinerabtei Maria Laach

Renovierung der Abteidächer

Besucher des Gastflügels erleben ein Bauhaus-Gesamtkunstwerk

v.l.: Gernot Mittler, Pater Petrus und Philipp Lohse besuchen die Bauarbeiten. Foto: privat

Maria Laach. Im Bauhaus-Jahr 2019 wurde Mitte Oktober in der Benediktinerabtei Maria Laach begonnen das Dach des sogenannten Akademieflügels zu renovieren. Der Frankfurter Architekt Martin Weber, der als großer Kirchenarchitekt der 1920er Jahre gilt, nahm sich als Hauptverantwortlicher einer notwendig gewordenen Umgestaltung des damaligen Akademieflügels ab 1927 an. Zum Einsatz kamen Bauhausideen und -elemente, die Weber während seinem Studium in Offenbach kennenlernte. Weber kannte die Benediktinerabtei Maria Laach aus seiner Zeit als Frater Maurus. Er lebte von 1919 bis 1921 als Bruder im Konvent; war jedoch gezwungen seine Klosterpläne aus familiären Gründen aufzugeben.

Am Umbau des Akademieflügels wirkten ferner die Bauhaus-Größen Marcel Breuer und Walter Gropius mit. Besucher des Gastflügels erleben ein Bauhaus-Gesamtkunstwerk: Vom Deckenlicht über Türklinken und Einfassun-gen der Zimmertüren bis hin zu Treppengeländern und Fenstereingliederungen.

Martin Weber zeichnet auch für weitere bekannte Bauten in Maria Laach verantwortlich: Dazu zählen der Waldfriedhof, Um- und Anbauten des Seehotels sowie der Neubau eines Ökonomiegebäudes.

Lange Zeit wurde der Dachstock und sowie die Schiefer-Bedachungen des Akademieflügels notdürftig instand gesetzt, da kein Geld für eine grundlegende Sanierung vorhanden war. Mit einem Kostenblock von knapp 250.000 Euro war nun aber das Projekt zur Durchführung unabdingbar notwendig geworden, um Folgeschäden für die Gebäude abzuwenden.

Finanziert wird die mit ca. 250.000 Euro bezifferte umfassende Renovierung zu zwei Dritteln durch den Freundeskreis der Benediktinerabtei Maria Laach. Das übrige Drittel trägt die Abtei selbst, die keine direkten Mittel aus der Kirchensteuer erhalt.

Pressemitteilung der

Benediktinerabtei

Maria Laach

v.l.: Gernot Mittler, Pater Petrus und Philipp Lohse besuchen die Bauarbeiten. Foto: privat

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