Allgemeine Berichte | 10.12.2024

Das Repair-Café der Hochschule Koblenz zieht eine Jahresbilanz

Reparieren statt wegwerfen

Statt defekte Geräte direkt zu entsorgen, setzen immer mehr Menschen auf das Repair-Café der Hochschule Koblenz. Foto: Hochschule Koblenz, Lothar Kirschbauer

Koblenz. Statt defekte Geräte direkt zu entsorgen, setzen immer mehr Menschen auf das Repair-Café der Hochschule Koblenz. Hier werden mit großer Leidenschaft kaputte Gegenstände wieder instandgesetzt – mit beeindruckenden Erfolgen.

„Eigentlich wollte ich den alten Staubsauger wegwerfen, nachdem er einfach während des Saugens ausging. Aber dann habe ich die Mitteilung vom Repair-Café an der Hochschule gelesen und bin einfach mal hingegangen. Letztlich war nur das Verlängerungskabel im Staubsaugergehäuse defekt. Das wurde repariert und jetzt läuft er wieder“, berichtet eine zufriedene Kundin.

Solche Geschichten seien keine Seltenheit, erklärt Prof. Dr. Johannes Stolz, Organisator des Repair-Cafés: „Die meisten Probleme lassen sich mit kleinen Reparaturen beheben, sodass die Geräte wieder jahrelang genutzt werden können. Knifflige Aufgaben, die länger dauern, sind eher die Ausnahme. Unsere Reparaturquote spricht für sich: Rund neun von zehn Geräten bekommen wir komplett oder zumindest in den wichtigsten Funktionen wieder hin.“

Das Repair-Café ist eine Erfolgsgeschichte: Zwischen 20 und 25 engagierte Menschen widmen sich regelmäßig einer breiten Palette an Geräten. Vom Kaffeevollautomaten und der Nähmaschine bis hin zu alten HiFi-Geräten und Kinderspielzeug – alles, was einen Stecker oder einen Akku hat, wird hier wieder instandgesetzt. „Von der Brennholzkreissäge bis zur Carrerabahn war schon alles dabei“, berichtet Stolz.

Auch die Zahlen beeindrucken: Allein im Jahr 2024 wurden über 700 Geräte repariert. Neben den regulären Terminen an der Hochschule Koblenz fanden zudem externe Veranstaltungen statt, etwa im Oktober in Antweiler an der Oberahr. Dort half das Team der Hochschule Koblenz bei der Gründung eines weiteren Repair-Cafés. Kooperationen mit Bürgerzentren, Wertstoffhöfen und gemeinnützigen Einrichtungen sorgen darüber hinaus dafür, dass reparierte Geräte sinnvoll weiterverwendet werden. Viele davon gehen an Spendenverteilzentren oder soziale Projekte.

Prof. Dr. Stolz fasst zusammen: „Reparieren kann man mehrmals, wegwerfen nur einmal. Wer ein defektes Gerät hat, sollte es bei uns vorbeibringen. Es lohnt sich immer, den Dingen eine zweite Chance zu geben.“

Das Repair-Café an der Hochschule Koblenz (Karthause, Konrad-Zuse-Straße 1) ist jeden ersten Donnerstag im Monat von 17 bis 20 Uhr geöffnet.

Pressemitteilung der

Hochschule Koblenz

Statt defekte Geräte direkt zu entsorgen, setzen immer mehr Menschen auf das Repair-Café der Hochschule Koblenz. Foto: Hochschule Koblenz, Lothar Kirschbauer

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