Kleiner Kirmeswettstreit der Ortsvorsteher:
Reservist Henri Klar holte den Pott für Koisdorf
Sinzig. Viel Spaß für die Ortsvorsteher auf der Sinziger Kirmes bei einem kleinen Wettbewerb. Denn genau zielen an der Schießbude, ganz klassisch Bälle auf Dosen werfen, Luftballons per Wurfpfeil treffen oder aber Entenangeln und gar nach Schätzung gebrannte Mandeln abwiegen: Das Anforderungsprofil eines gestandenen Ortsvorstehers sieht im normalen Alltag etwas anders aus.
Nicht so am Montagnachmittag bei der Kirmes in Sinzig. Bürgermeister Andreas Geron hatte beim ältesten Volksfest der Region eine kleine Neuerung ins Leben gerufen. Zum zweiten Mal lief der Kirmeswettstreit der Ortsvorsteher. Mit dabei waren Gunter Windheuser (Sinzig), Volker Holy (Löhndorf), Bodendorfs Alexander Albrecht und Mario Wettläufer (Westum). Der Ortsvorsteher Frankens, Hans-Jürgen Koffer, läuft zurzeit ja noch unter dem Titel designiert. Die Vereidigung des Neuen erfolgt ja erst am Freitag. Der Koisdorfer Ortschef Karl-Heinz Alsdorf hatte mit Henri Klar einen Reservisten aus dem Ortsbeirat ins Rennen geschickt.
Die meisten Trainingseinheiten bei den Kirmesspielen lagen bei den gestandenen Kerlen meist in der Kindheit. An der Schießbude ging Volker Holy als passionierter Jäger zunächst einmal in Führung. „Da angeln wir in unserem Alter ein Entchen“, lästerte Gunter Windheuser etwas, war aber ebenso mit fast schon kindlicher Begeisterung dabei wie seine Kollegen aus den anderen Ortsteilen. Bürgermeister Andreas Geron trieb unterdessen die besondere Gruppe der Kirmesbummler mit viel Elan über die Sinziger Festmeile. Vor dem Finalspiel lagen Bad Bodendorf und Koisdorf gleichauf. Alex Albrecht patzte allerdings etwas beim Dosenwerfen, während Reservist Henri Klar richtig gut abräumte.
Am Ende lag der Vertreter des Höhenortes mit 21 Punkten in Front, Franken und Löhndorf folgten mit je 18 Zählern auf den Plätzen. Dafür gab es einen kleinen Pokal und eine Spende des Bürgermeisters für die Kasse des Ortsbeirates.
Das kleine Kirmesturnier soll auch in den Folgejahren seine Fortsetzung finden. Denn Andreas Geron stellte listig fest, dass sich auf dem Pokal genau acht Ortsnamen gravieren lassen. Dies entspricht dann genau der Länge seiner Amtszeit. Es war ein kleines, aber fröhliches Kirmes-Intermezzo, das in den Folgejahren wohl auch etwas mehr Zuschauer und Schlachtenbummler anlocken dürfte. Als Oberaufsicht des Geschehens fungierte erneut Svenja Markovic von der Stadtverwaltung. Und noch eines lässt sich feststellen, der Kirmeswettstreit ist ein gutes Pflaster für Reservespieler. Denn im Vorjahr gewannen für Bad Bodendorf Hartmut Tann - und in diesem Jahr für Koisdorf eben Henri Klar. BL
Manche der Disziplinen wurden von den Kandidaten wahrscheinlich zuletzt in deren Kindheit ausgeübt. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
Mandeln nach Schätzung „abwiegen“ war eine spannende Disziplin. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
Der Wettstreit sorgte für Spaß auf allen Seiten. Foto: Fotograf Ralf Schuhmann
