Allgemeine Berichte | 02.09.2026, 09:04 Uhr

Respektvolles Miteinander gewünscht

Ein respektvolles Miteinander-

gibt es das eigentlich noch? Seit einiger Zeit stelle ich mir diese Frage und tatsächlich- mit wenn auch sehr wenigen Ausnahmen!

In den letzten Monaten fiel mir vor allem in der Ahrweiler Altstadt auf, dass kein Tag mehr Vergeht, ohne dass sowohl touristische als auch einheimische Fahrradfahrer und auch E-Scooterfahrer die Niederhutstraße und die Ahrhutstraße ohne Rücksicht auf Fußgänger als Rennstrecke benutzen. Oft genug klingeln sie, um noch schneller vorwärts zukommen und gefährden somit alle anderen. Weist man sie höflich darauf hin, bekommt man als Dank die kreativsten Schimpfwörter zurück, die man sich vorstellen kann. Sie betonen zudem auch noch dreist, was sie dürfen und was nicht und liegen mit Blick auf die StVO völlig daneben.

Aber es gibt auch tatsächlich welche, die sich rückversichern, ob man in einer Fußgängerzone nur schieben darf. Stimmt! Muss man. Geht doch! Gerne alle anderen auch! Anderes Problem - genauso ärgerlich- beinahe militant zeigen sich einige unserer Mitbewohner, die ihre Hunde vollkommen unbeeindruckt an Straßenlaternen, frisch renovierten Hauswänden und sogar an Kundenstopper und den rollbaren Kleiderständern vor den Läden und Boutiquen pinkeln lassen. Im Ernst - muss das sein? Was soll das?

Können wir uns einfach noch mal auf ein rücksichts- und respektvolles Miteinander besinnen?

Ist es so schwer geworden, aufeinander aufzupassen und höflicher anderen gegenüber aufzutreten?

Nach dem Juli 2021 klappte es doch auch.

Warum muss erst etwas passieren, bis man zur Einsicht kommt?

Tessa Griep,

Bad Neuenahr-Ahrweiler

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